Frankenlandrallye
Bei der Frankenlandrallye saßen Immy und ich erstmalig seit unserem Unfall bei der Ostalb wieder gemeinsam im Rallyeauto. Der M3 war leider nicht zu retten gewesen, aber auch dank sehr viel tatkräftiger Hilfe hat Immy sich nicht unter kriegen lassen und auf Basis von einem Compact BMW und der Technik aus dem M3 ein neues Auto gebaut. Bei den ersten beiden Einsätzen in Calw und beim Sprint in Aldingen konnte ich leider nicht dabei sein - aber schon da hat der "Neue" viel Potenzial gezeigt... dementsprechend motiviert gingen wir an den Start. Knapp 100 Teilnehmer hatten sich im kleinen Sindolsheim eingefunden, auch unsere Klasse ist mit sieben Teilnehmern gut besetzt. Zum Auftakt gelingt uns direkt ein kleines Highlight - P7 gesamt und die sicher Klassenführung sind das Ergebnis einer beherzten Fahrt auf WP1. Konnten wir WP1 noch im Trockenen fahren, meinte es das Wetter fortan nicht mehr gut mit uns. Mal mehr Regen, mal weniger verwandelte die WPs in eine Rutschpartie... wir kämpften mit kaum vorhandenem Grip und noch weniger Traktion, verlieren sowohl unsere Klassenführung als auch den Anschluss an die Top 10 gesamt schon bevor wir auf WP4 zu allem Überfluss nach einem Dreher in einen Acker rutschen. Der Tag scheint gelaufen, aber wir können uns auch ohne Allradantrieb aus dem aufgeweichten Feld befreien... mit netter Unterstützung durch Stiefel/Lange zumindest eins der völlig verschlammten Räder wechseln. Aber irgendwie ist der gute Rythmus vom Anfang der Rallye weg und wir begnügen uns damit, die Rallye solide zu Ende zu fahren - schlußendlich auf P23 gesamt und dem dritten Klassenrang hinter Jürgen Geist und Seb Glatzel und dem beim M3-Debüt stark aufgeigenden Swen Dörre. Klaus zaubert abends ein beeindruckendes australisches Barbecue und rettet damit unseren Abend... danke nochmal an dieser Stelle! Trotz den Umständen hatten wir aber viel Fahrspaß und konnten auf WP1 eine kleinen Eindruck geben, dass im Trockenen mit uns zu rechnen ist. In Details werden wir dem BMW im Winter noch verbessern, aber das Grundpaket scheint stimmig und so freuen wir uns schon auf 2012!
Niederbayern-Rallye
Nach dem erfolgreichen ersten gemeinsamen Einsatz bei der Haßberg-Rallye entschlossen sich Reinhard Honke und ich Ende Juli, auch bei der Niederbayern-Rallye gemeinsam an den Start zu gehen, hier allerdings nicht im Cossi, sondern in Reinhard's Subaru Impreza. Die Prädikate der DRS und der Österreichischen Rallye Challenge lockten ein starkes internationales Feld von knapp 120 Teilnehmern nach Außernzell. Die Wertungsprüfungen präsentierten sich beim Abfahren als flüssig und dennoch teilweise auch sehr selektiv, unser Aufschrieb "passte" und wir gingen optimistisch an den Start. Bei der Ausfahrt aus dem Service-Park präsentierte sich der Himmel dunkel bewölkt, der Asphalt aber trocken - wir entschieden uns für einen Intermed und lagen damit direkt mal komplett daneben. Die Schleusen öffneten sich während der gesamten vier WPs umfassenden Etappe nicht und auch abgesehen von der falschen Reifenwahl wollte es bei uns noch nicht so wirklich laufen, wir fanden uns im Mittelfeld wieder. Trotz weiterhin dunklem Himmel entschieden wir uns für die zweite Etappe für Slicks - die richtige Entscheidung, alleine von WP1 zu 5 konnten wir uns um fast eine Minute steigern - bis zum Mittagsservice haben wir uns immerhin auf P33 vor gearbeitet. Nun setzt starker Regen ein, auf den ersten beiden Nachmittagsetappen gewinnen wir weiter Schritt für Schritt fünf Plätze vor der 18km langen Schluß-WP. Wir gehen kein unnötiges Risiko mehr ein, fahren sicher ins Ziel und belegen nach knapp 130 WP-km den soliden 27ten Gesamtrang und P5 in der stark besetzten H16. Ein ordentliches Ergebnis - das eigentliche Highlight der Veranstaltung für mich war aber das "drumherum" mit perfekter Stimmung im Team und viel Spaß mit unserer optimalen Service-Crew Fred un Holger, die uns den ganzen Tag bei Wind und Wetter super unterstützt haben - ein ganz besonderer Dank an euch zwei!
Haßbergrallye
Nach zwei Monaten Rallye-Pause saß ich bei der Haßberg-Rallye rund um Ebern endlich wieder im Rallye-Auto. Kurzfristig hatte sich mir die Möglichkeit ergeben, mit Reinhard Honke im Ford Escort Cosworth bei der Veranstaltung an den Start zu gehen. Daß wir keine großen Eingewöhnungsschwierigkeiten hatten, zeigt wohl die Auftaktbestzeit auf dem Sprint "Hasenbrünnle". Knapp hinter uns auf P2 Ralf "Hilli" Hillmann mit Co Hans-Peter Wollner im Mitsubishi Evo 6, während Fritz Köhler und Petra Hägele im M3 schon rund vier Sekunden zurück lagen. Die beiden setzten dann - wie zu erwarten - auf dem sehr schnellen Asphalt-Rundkurs "Bastenmühle" auch die Bestzeit. Überraschenderweise konnten wir den Zeitverlust auf dieser für zweiradangetriebene Fahrzeuge perfekten WP mit einer Sekunde gering halten und im Gegenzug aber rund drei Sekunden auf Hilli und Hans-Peter gewinnen. WP 3 "Just stop" führte über drei Kilometer auf Schotter durch den Wald. Leider nahmen wir den WP-Namen in einer Rechts-Kehre etwas zu wörtlich, drehten uns ein und rutschten in den Graben. Bis der Escort sich aus dem Graben befreit hatte und wir wieder auf der WP waren, vergingen gut zehn Sekunden, was zu einigem Frust bei Reinhard und mir sorgte. Auf WP4 standen somit alle Vorzeichen auf "Attacke" - aber obwohl wir den Cossi bis auf's Letzte ausquetschten, gelang uns kein Zeitgewinn auf die Evo-Besatzung. Anders auf WP5: erneut markieren Fritz und Tante P die Bestzeit auf "Bastenmühle" - aber wir schaffen die zweite Zeit und kämpfen uns bis auf gut zwei Sekunden an Hilli Hans-Peter ran. Somit mußte die zweite Befahrung der "Just stop"-WP die Entscheidung bringen. Uns gelang zwar unsere zweite Gesamtbestzeit des Tages - aber nur mit minimalem Zeitgewinn und somit endete unsere Aufholjagd mit 2,1s Rückstand auf Platz 2. Glückwunsch nochmal an dieser Stelle an Hilli und Hans-Peter - und danke an Reinhard für die tolle Rallye!
Ostalbrallye
Nach P11 gesamt und dem sicheren Klassensieg bei der Ostalbrallye 2010 hatten Immy und uns für unsere Teilnahme 2011 viel vorgenommen. Trotz der starken Konkurrenz hofften wir auf einen Platz unter den Top 10, die wir im Vorjahr noch so knapp verpasst hatten. Aber im Fokus stand die Wiederholung des Klassensieges, wobei wir vor allem Werner Mühl mit Co Karsten Bendig als starke Konkurrenz erwarteten. Auf WP1 "Pommertsweiler" lief dann aber direkt alles für uns - P12 gesamt und die sichere Klassenführung stimmten zuversichtlich vor dem von uns ungeliebten "Zimmer"-Rundkurs mit sehr vielen bösen Kuppen und Bodenwellen. Trotz etwas verhaltener Fahrt gelang uns dort die 8te Gesamtzeit, unsere Klassenführung wächst auf beruhigende 20 Sekunden an. Nach kurzem Regrouping gehen wir optimistisch an den Start von WP3 - und schon nach wenigen Kurven wandelt sich unser Optimismus schlagartig: In einer einer Kurvenkombination bekommen wir - wie schon die vor uns gestarteten Teams Flum/Flum im Evo und Halisch/Knapp im Porsche - massive Probleme, verpassen den Bremspunkt und rutschen mit erheblicher Restgeschwindigkeit vor einen massiven Baum. Urs und Cornela, Jens und Angela helfen uns aus dem stark beschädigten M3, die WP wird abgebrochen und ich komme zur Untersuchung ins Krankenhaus, was ich aber nach einigen Stunden wieder verlassen darf. Nach zehn unfallfreien Rallyejahren geben mir die Ereignisse zu denken - aber Immy plant schon den Neuaufbau des M3's und ich werde wohl schon im Mai wieder gemeinsam mit Stephan Wild im Rallyeauto sitzen! Keep on racing...
An dieser Stelle aber nochmal herzlichen Dank an Urs, Cornelia, Jens, Angela, daß ihr uns direkt geholfen habt und an die Rettungswagen-Crew, die rekordverdächtig schnell zur Hilfe gekommen ist!
Rallye Öhringen
Für die Rallye Öhringen hatten Stephan und ich unseren ersten
gemeinsamen Einsatz in seinem BMW M3 geplant. Die Abnahmen am Morgen und
das Abfahren liefen problemlos, drei unterschiedliche doppelt zu
befahrende und sehr selektive Wertungsprüfungen standen auf dem Plan.
Auf WP1 lief es bei uns nicht ganz wunschgemäß - irgendwie fand die
Leistung des M3 immer wieder keine Traktion und es kam auch kein
wirklich Fahrfluß zustande. Dennoch konnten wir mit nur einer Sekunde
Rückstand auf Fritz und Tante P Platz 6 gesamt belegen. Schon in der
Anfahrt zum Start von WP2 hörten wir auf einmal ein metallisches
Klacken, das nichts gutes vermuten ließ. Und wenige Meter nach dem Start
bestätigte sich dieses Gefühl auch - kein Vortrieb mehr und ein lautes
metallisches Schlagen an der Hinterachse beendeten unsere Rallye
frühzeitig. Schade - aber dennoch ziehen wir ein positives Fazit... die
Zusammenarbeit zwischen uns hat hervorragend funktioniert und die Zeit
auf WP1 war für den Anfang auch in Ordnung!
Rallye Südliche Weinstraße
Mit 80 Teilnehmern war die Rallye Südliche Weinstraße bis auf den letzten Startplatz ausgebucht. Und ein kurzer Blick auf die ersten 15 Startnummern ließ schon befürchten, daß wir hier wohl nicht auf die Top 10 zu hoffen brauchten. Aber auch unsere Klasse war mit sieben Teilnehmern stark besetzt, also legten wir unseren Fokus auf den Klassensieg. Und der rückte schon auf WP1, dem sehr schlammigen Rundkurs "Großfischlingen" in weite Ferne. Klassen-Neuling Oliver Ertz mit Co Knut Kaiser gab uns mal eben zehn Sekunden - und wir dachten, bei uns wäre es gut gelaufen. Aber half ja alles nichts - auf WP2, einem sehr schnellen Sprint im Pfälzer Wald standen die Vorzeichen auf Angriff und wir konnten sieben Sekunden gut machen. Ab WP3 zickte der sonst so zuverlässige M3-Motor vereinzelt mit Aussetzern - scheinbar ein Problem mit der Benzinpumpe. Dazu mußten wir langsam am Wrack des vor uns gestarteten Compact-BMW vorbei - konnten aber dennoch eine weitere Sekunde auf Eltz/Kaiser gut machen und lagen zur Halbzeit somit fast zeitgleich in Klassenführung. Aber nun stand erneut der Rundkurs an, auf dem wir uns bei der ersten Befahrung den bösen Rückstand eingefangen hatten. Mit viel Ärger im Bauch konnten wir uns um fünf Sekunden verbessern - und verloren dennoch erneut zwei Sekunden (Respekt, Oliver und Knut, keine Ahnung, wie das geht!). Die Vorentscheidung gelang uns dann aber auf WP5: Klassenbestzeit mit acht Sekunden Vorsprung und damit erstmalig an diesem Tag die Führung. Und diese ließen wir uns auch nicht mehr nehmen und konnten somit abends den Klassensieg feiern. Wo der Rückstand von fast einer Minute auf die Top 10 her gekommen ist, werden wir aber dennoch in den nächsten Tagen analysieren müssen - P17 war auch bei diesem starken Feld weniger als erhofft.
Vorschau Saisonstart 2011
"Racing is life. Anything before or after is just waiting" Die Zeit des "Wartens" endet für mich dieses Jahr am letzten Februar-Wochenende endlich. Am 26.2. werden Immy und ich bei der Rallye Südliche Weinstraße starten. Der M3 wurde im Winter in diversen Details verbessert - die technische Basis blieb aber erhalten und wir hoffen, an die Erfolge zum Saisonabschluß 2010 anknüpfen zu können. Zwei Wochen später ist schon mein zweiter Einsatz geplant - zur Vorbereitung auf die Vogelsberg-Rallye Mitte April werden Stephan Wild und ich in Öhringen unseren ersten gemeinsamen Einsatz in seinem e30 M3 bestreiten.
Rallye Losheim
Nach gut einem Jahr "Saarland-Pause" ging es für mich Ende Oktober mal wieder in eine der schönsten Rallye-Regionen zur Rallye "Rund um Losheim", dem Finale des ADAC Rallye Pokals Südwest. Wie schon zuvor in Calw entschieden sich Immy und ich, in der Gruppe H zu starten (mehr Klassenteilnehmer -> mehr Punkte :-). Die beiden für nationale Verhältnisse sehr langen doppelt zu befahrenden WPs gefielen uns schon beim Abfahren sehr gut... schnelle Passagen, enge Abzweige, einige Kilometer leichter Schotter... alles dabei! So gingen wir trotz der sehr starken Konkurrenz optimistisch an den Start... unser vorsichtiges Ziel ein Platz in den Top 15 gesamt. Nachdem wir den M3 mit kalten Reifen beim ersten ernsthafteren Bremspunkt fast in einem anliegenden Acker versenkt hätten, lief es auf dem Rest der WP sehr gut bis wir rund zwei Kilometer vor dem Ziel auf den vor uns gestartet Opel Kadett aufliefen. Dieser bemerkte uns scheinbar nicht... wir verloren einige Sekunden und konnten dennoch auf Anhieb die 8te Gesamtzeit fahren und auf P3 in der Klasse H15 hinter Frank Reiter und "Mr. Köln-Ahrweiler" Georg Berlandy plazieren. Auf WP2 gab es uns der Starter einige Sekunden mehr Abstand, es lief erneut sehr gut und mit der 7ten Gesamtzeit konnten wir uns gesamt zur Halbzeit auf P6 schieben. Kurz vor dem Ziel von WP3 laufen wir auf die vor uns gestarteten Ralf und Nick Welsch auf, die sichtlich mit ihren Reifen zu kämpfen hatten und uns sportlich fair bei der ersten Möglichkeit passieren ließen. Auf der letzten WP gelingt uns sogar noch zum Tagesabschluß die 5te Gesamtzeit - aber Lars Myliwietz im C2R2 hatte uns auf WP3 zu viel Zeit abgenommen und somit auf P7 gesamt verwiesen. In der Klasse H15 mußten wir uns nur dem übermächtigen M3 e30-Trio Berlandy, Reiter, Zimmer geschlagen geben und landeten mit knappen Rückstand als "best of the rest" auf P4.
In Summe ein perfekter Saisonabschluß mit einer starken Teamleistung, einem optimal funktionierenden Auto, viel Fahrspaß, tollen WPs und einer super Organisation. Herzlichen Dank vor allem an das Team Welsch und den Starter an WP2/4, der uns trotz unserer ungünstigen Startnummer wohl die Rallye gerettet hat.
Somit endet nun mein erstes gemeinsames Rallye-Jahr mit Immy - wir hatten sehr viel Spaß, haben uns zu einem tollen Team entwickelt - danke an ihn, seine Frau Ina und seinen Sohn Samuel, den immer treu mitreisenden Fanclub und alle, die ich jetzt vergessen hab für die super Saison! Im Winter werden wir den M3 in Details noch etwas weiter entwickeln und dann geht es schon an die Saisonplanung für 2011 - bis dann!
Nibelungenringrallye
Die Odenwald-Region erwartete uns pünktlich zur Nibelungenringrallye mit kaltem Herbstwetter und so präsentierten sich die drei doppelt zu befahrenden WPs in einem sehr rutschigen Zustand. Da traf es sich gut, daß Immy und ich die Veranstaltung sowieso nur als Test und Vorbereitung für das Südwestpokal-Finale Ende Oktober in Losheim nutzen wollten und es daher beim ersten Einsatz im M3 im Regen ruhig angehen lassen konnten. Gleich auf WP1 holten wir uns Schotter einen Reifenschaden, konnten aber mit etwas Zeitverlust das Ziel erreichen und das Rad wechseln. Auf WP2, der ersten Befahrung der kurvenreichen Zotzenbach-Bergstrecke, erwischten uns die sehr rutschigen Bedingungen komplett auf dem falschen Fuß - mit Untersteuern und Traktionsschwierigkeiten kämpfend und allgemein ohne einen Rythmus zu finden verloren wir viel Zeit und auch unsere Klassenführung, die wir aber mit der Bestzeit auf WP3 ebenso wie den Fahrspaß zurück gewinnen konnten. Bei der zweiten Befahrung der Schotter-WP ließen wir es ruhiger angehen in dem Wissen, daß wir kein zweites Ersatzrad zur Verfügung hatten, dennoch gelang uns die dritte Klassenbestzeit. Für den zweiten Durchgang der Bergrennstrecke hatten wir uns viel vorgenommen - aber spätestens als wir nach wenigen Kurven den Sierra von Joachim Meinzer und Clemens Schmidt auf dem Dach liegend im Graben sahen, haben wir unsere Angriffspläne verworfen. Die 9te Gesamtzeit auf WP6 rundete unseren Aufwärtstrend ab. Der Klassensieg stimmte uns versönlich, P21 gesamt war weniger als erwartet - aber wir konnten viel Erfahrungen mit dem Auto im Nassen sammeln und immerhin haben wir den M3 ohne Kratzer ins Ziel gebracht!
Rallye Calw
Wie schon beim Bericht zur Rallye Alzey möchte ich auch diesmal das Ende schon an den Anfang setzen - ich hab's in Calw verbockt! Aber der Reihe nach... nach den Abnahmen am Freitag Abend verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit Grillen, auch das Abfahren am Samstag lief optimal. Das Veranstaltungsteam rund um Bernd Bohnenberger hatte drei sehr selektive und vielseitige WP's ausgesucht, beim Aufschrieb sind Immy und ich inzwischen ein eingespieltes Team und so waren wir rechtzeitig für etwas Ruhe vorm Start wieder am Rallyezentrum. WP1, der Calw-Klassiker "Station Teinach" starteten wir dann mit der 4ten Gesamtzeit überraschend stark in die Rallye (Video)und konnten das Ergebnis mit P5 auf WP2 direkt bestätigen. Auch auf WP3, der ersten Befahrung des "Spindlershof"-Rundkurses lief alles glatt und so fanden wir uns zur Halbzeit der Rallye auch für uns ziemlich überraschend auf Gesamtrang 3 und nach den Ausfällen von Otti und Fritz in Klassenführung wieder. Im Gegensatz zu den Teilnehmern knapp hinter uns konnten wir uns aber in der zweiten Schleife nicht mehr steigern und wurden so mit Sekundenrückstand auf P6 durch gereicht - was aber für uns mit dem sehr seriennahen M3 immer noch ein sehr starkes Ergebnis war. Mit dem offiziellen Aushang dann aber der Schock: Eine Minute Zeitstrafe für falsches Stempeln an der ZK vor WP5 - ein Kardinalsfehler, wie er mir in nun schon zehn Jahren Rallyesport noch nicht passiert ist und hoffentlich auch so bald nicht mehr passieren wird. Tut mir sehr leid für Immy, wir fallen inklusive der Strafe auf P13 zurück - und wieder war es nix mit dem Top 10 Ergebnis.
Dennoch ziehen wir aber ein sehr positives Fazit: Wir konnten das Potenzial von M3 und uns deutlich zeigen, hatten viel Fahrspaß und mit P2 von 10 in der Klasse H15 haben wir immerhin auch viele Punkte für den Südwestpokal gesammelt. Nächster geplanter Start ist die Nibelungen-Rallye am 16.10., bevor uns dann zwei Wochen später auf den Weg nach Losheim zum entscheidenden Finale des Südwestpokals machen werden!
Herzlichen Dank noch an Mario Müller für das Foto zu diesem Bericht!
Vorschau Rallye Calw
Kommendes Wochenende werde ich zum inzwischen siebten Mal bei der Rallye Calw starten. Vor einem Jahr sind dort Immy und ich unsere erste gemeinsame Rallye im BMW M3 gefahren - seitdem haben wir am Auto einige Kleinigkeiten verbessert und ein ordentliches Gesamtpaket für die Gruppe F erreicht. Nachdem aber die Starterzahlen in der Klasse F4 sehr viel geringer sind als die in der H15 und wir sowieso mittelfristig in die Gruppe H umsteigen wollen, werden wir in Calw unseren Einstand in der H15 geben. Der Klassensieg wird hier aber unerreichbar sein - der wird wohl an Fritz Köhler im reinrassigen Gruppe H M3 gehen, aber wir hoffen dennoch, ein Wörtchen bei der Vergabe der weiteren Plätze auf dem Podium mitsprechen zu können - und vor allem wie bisher immer im Jahr 2010: viel Fahrspaß zu haben :-)
P.S.: Hm, hab eben nochmal auf die aktualisierte Nennliste geschaut... also das mit dem Podestplatz in der Klasse wird wohl auch nix... die machen wohl Fritz, Otti und die Wild-Brüder untereinander aus...
Rallye Alzey
Seit dem 14.04.2007, knapp dreieinhalb Jahren und 18 Rallyes lang habe ich ununterbrochen die Zielflagge gesehen - "alles hat ein Ende" und so leider auch diese sehr erfreuliche Serie. Somit nehme ich schon das Ende vom Start von Immy und mir in Alzey vorweg. Seit dem Klassensieg bei der Ostalbrallye im April hatten wir den M3 in einigen Details verbessert, starteten aber auf Platz 17 dennoch verhalten in die Rallye. Von da an konnten wir uns WP für WP steigern, Höhepunkt war die 5te Gesamtzeit in den Weinbergen von WP4 (Video). Dementsprechend hoch motiviert gingen wir an den Start von WP5, der zweiten Befahrung des Rundkurses "Autohaus Wolf" und konnten schon im Laufe der ersten Runde deutlich Boden auf den vor uns gestarteten Evo gut machen, bevor eine sehr heftige Landung nach einer Kuppe den Differentialhalter zerstörte und unserer Rallye ein jähes Ende bereitete. Dennoch ziehen wir ein positives Fazit... konnten wir uns doch trotz der starken Konkurrenz bis zum Ausfall auf Platz sieben gesamt vorarbeiten und vor allem richtig viel Fahrspaß :-)
Rallye Baden-Württemberg / Saisonplanung
Das Jahr 2010 wird mir wohl als das Jahr der abgesagten Rallye-Teilnahmen im Gedächtnis bleiben. Nachdem schon im Mai mein Start mit Johnny Pederson bei der Sachsen-Rallye sehr kurzfristig gecancelt wurde, mußten nun auch Stephan Wild und ich unsere Teilnahme bei der Rallye Baden-Württemberg nach anhaltenden Problemen mit dem Motor von Stephan's BMW M3 absagen. In der Zwischenzeit war auch ein gemeinsamer Start mit Werner Jetzt bei der Eifel-Rallye im Gespräch - aber auch hier "hat es nicht sollen sein". Daher werde ich mich nun auf die weiteren geplanten Rallyes mit Immanuel Drews konzentrieren. Ohne es geplant zu haben liegen Immy und aktuell auf Platz 7 der Vorläufe zum ADAC Rallyepokal Südwest - daher sind wir schon gespannt auf den nächsten und entscheidenden Vorlauf in Calw, sozusagen auch unsere Heimrallye. Um perfekt vorbereitet zu sein, werden wir Mitte August noch in Alzey starten und hierbei auch die letzten Verbesserungen am M3 testen. Ziel wird hier neben dem Test auch das erste Top 10 Ergebnis für Immy sein - wir werden also alles geben ;-)
Sachsen-Rallye / Saisonplanung
"Wie gewonnen so zerronnen" verlief meine "Teilnahme" bei der Sachsen-Rallye. Auf einen Kontakt im Frühjahr zurückgehend erkundigte sich der Däne Johnny Pederson, ob ich mit ihm die Sachsen-Rallye bestreiten wollen würde. Nachdem einige Details, darunter das "Sprachproblem" (wir hatten uns auf einen Aufschrieb in Englisch geeinigt...), geklärt waren, ging es an die Vorbereitung - bevor uns dann sehr kurzfristig auftretende Probleme mit einem Sponsor einen Strich durch die Rechnung machten.
Dennoch wird mein nächster Start mit einem BMW M3 e30 sein - geplant ist die Teilnahme mit Stephan Wild bei der Internationalen Rallye Baden-Württemberg. Und da müssen wir uns auch immerhin keine Gedanken über die Sprache machen...
Ostalbrallye
Zum inzwischen fünften Mal hab ich am vergangenen Wochenende bei der Ostalbrallye teilgenommen und dabei zum ersten Mal mit Immy im M3. Er war nach dem unglücklich verlaufenen Saison-Auftakt in Öhringen nicht tatenlos geblieben und hatte am M3 mit einer neuen Achsübersetzung für eine rallyetauglichere Endgeschwindigkeit als den serienmäßigen rund 270 km/h gesorgt. Dementsprechend top motiviert gingen wir an den Start. WP1 von Reichertshofen nach Pommertsweiler war wie jedes Jahr ein absolutes Highlight - bei uns lief es gut, Platz 14 gesamt und schon knapp 10 Sekunden Vorsprung in der Klase. Auf dem Rundkurs Holzleuten liefen wir dann zwei Mal auf vor uns gestartete Teams auf - sowohl Stiefel / Lange als auch Holl / Holl ießen uns fair vorbei, aber dennoch verloren wir beide Male etwas Zeit, bevor wir auf dem Sprint "Zimmern" wieder bis ins Ziel unseren Rythmus fahren konnten. Danach ging es zur zweiten Befahrung von WP1, im Gegensatz zu den meistens Teilnehmern konnten wir uns sogar nochmal um zwei Sekunden zum ersten Durchgang verbessern und uns mit der elften Zeit in die Reichweite der Top 10 schieben. Für die abschließende Befahrung des Sprints Burghardsmühle standen die Zeichen also nochmal auf Angriff - aber genau am wichtigsten Abzweig der WP waren wir ein bißchen zu optimistisch und drehten uns medienwirksam. Bis die Gänge sortiert waren, vergingen wertvolle Sekunden und somit erreichten wir wie schon in Calw 2009 "nur" P11 - den souveränen Klassensieg konnten wir aber auch erneut feiern.
Rallye Öhringen
An sich hatten Immy und ich für die Öhringer Rallye ja große Pläne - wir wollten an den souveränen Klassensieg in Calw 2009 anknüpfen und uns auch in der Gesamtwertung weiter Richtung Top 10 vorarbeiten. Aber schon beim frühmorgendlichen Blick aus meinem Küchenfenster auf das verschneite Karlsruhe wurde klar, daß wir mit gut 300PS und 2WD wohl kleinere Brötchen würden backen müssen. Schon die Steigung nach der technischen Abnahme mit ihren geschätzen 0,7 Höhenmetern stellte uns vor kleinere Probleme. Beim Abfahren wurden die WP's aber nach und nach schneefrei, die Sonne kam raus und wir gingen sogar recht optimistisch an den Start der ersten WP. Hier fanden wir aber noch keinen Rythmus... auf WP2 lief es aber schon deutlich besser, vereinzelt hatten wir sogar mal Traktion und mit der 8ten Gesamtzeit übernahmen wir die Klassenführung in der F4, die wir auch auf WP3 in den Weinbergen um Michelbach ausbauen konnten. Im Regrouping setzten dann aber schwerer Schneefall und starke Böen ein, die nicht nur den zahlreichen Zuschauern den Nachmittag erschwerten, sondern auch Schnee auf die WPs wehten. Auf WP5 bekamen wir dann noch eine sehr eigenartige Zeit zugesprochen, die ich leider - nachdem sich meine Stoppuhr nach sieben tapferen Rallyejahren vorm Start in mehrere Einzelteile zerlegt hatte - nicht nachvollziehen konnte und somit verloren wir die zur Halbzeit noch sichere Klassenführung bis ins Ziel, verpassten den Klassensieg um ärgerliche 5 Sekunden. Aber dennoch hatten wir viel Fahrspaß, abgesehen von einem Außenspiegel und einigen Kratzern ist der BMW ganz geblieben und wir blicken positiv in die Zukunft.
Rallye Öhringen
Am 6. März beginnt meine 2010er Rallyesaison - gemeinsam mit Immanuel Drews werde ich im BMW M3 an der Unterland-Hohenlohe Rundfahrt teilnehmen. Nach Calw 2009 wird das unser zweiter gemeinsamer Start sein und auch der erst zweite Einsatz für Immy's M3. Die Zeit seit Calw wurde genutzt, um vor allem die Bremsanlage zu verbessern und wir sind gespannt, wie wir uns auf den selektiven WP's rund um Öhringen schlagen werden. Nachdem wir in Calw mit Platz 11 die Top 10 knapp verpasst haben, sollte ein einstelliger Platz für uns trotz des zu erwartenden starken Starterfelder im Bereich des Machbaren liegen - eine große Menge Fahrspaß garantiert.
High Forest Rallye Festival
Nachdem wir den Start bei der Rallye Siegerland-Westerwald kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen hatten absagen müssen, war die Vorfreude von Werner und mir auf das High Forest Rallye Festival mit seinen Schotter-Wertungsprüfungen umso größer, sollte es doch unsere erste "reine" Schotter-Rallye seit über zwei Jahren sein. Nach den Abnahmen am Freitag Abend, einer wie immer sehr gemütlichen Übernachtung bei Reilands in Bachem - an dieser Stelle nochmal Danke für die Gastfreundschaft - und dem Abfahren ging es kurz nach 12 dann auch schon los. Und unsere große Motivation sollte hier nicht von Vorteil sein - in vielen Ecken gingen wir zu optimistisch ans Werk, kamen immer wieder von der Linie ab in den losen Schotter und verloren schon hier wertvolle Sekunden, ähnliches Bild auch auf WP2 und daher etwas lange Gesichter bei Werner und mir im ersten Regrouping. Auf der zweiten Etappe fanden wir deutlich besser in die Rallye, konnten uns auf P5 nach vorne arbeiten. Zwar konnten wir auf WP5 mit der dritten Zeit nochmal auf uns aufmerksam - der Zug für weitere Verbesserungen in der Gesamtwertung war aber abgefahren. Somit also zum Saisonabschluß Platz fünf für Werner und mich, der Gesamtsieg ging übrigends an die Kleinwächters im Sierra vor Rudi Hachenberg und Tanja Neidhöfer.
Ich verabschiede mich nun auch in die Winterpause, möchte mich allen Fotografen und Fans bedanken und vor allem natürlich bei Werner, Immy, Marc und Jürgen für die tollen gemeinsamen Rallyes in 2009!
Rallye Fränkische Schweiz
Zum inzwischen 6ten Mal haben Werner und ich uns am vergangenen Wochenende gemeinsam auf den Weg nach Hollfeld zur Rallye Fränkische Schweiz gemacht. Werner hatte seine Sehnenscheidenentzündung, die uns noch eine Woche zuvor vom Start bei der Siegerland-Westerwald abgehalten hatte, notdürftig auskuriert - Zeit, um den Mazda von Schotter auf Asphalt umzubauen blieb allerdings leider abgesehen vom Wechsel der Reifen nicht mehr. Die Organisatoren rund um das Trio Michel Bayer, Uwe Jentsch und Mario Nitsche haben ganze Arbeit geleistet und fünf selektive und abwechslungsreiche Sprint-WP's gewählt. Werner und mich beschäftigt während dem Abfahren allerdings nach und nach immer mehr der Blick in den Himmel - mit den schon etwas betagten Kumho-Slicks sollten wir bei den durch Nieselregen und Nebel sehr schwierigen Bedingungen alles anderes als optimal aufgestellt sein. Und so quälten wir uns auf der Stadtwald-WP über die Schotter-Abschnitte, auch auf dem folgenden Plattenweg und der Asphaltpassage wollten die Reifen nicht auf Temperatur kommen und somit brachte die WP abgesehen von einigen Drifts auch einen Zeitverlust von rund 20 Sekunden und Platz 11 im gewohnt sehr starken Starterfeld für uns. Auf WP2 Hungenberg kamen wir schon besser zurecht, konnten uns immerhin in die Top 10 vorarbeiten und unseren Zeitverlust auf die Top 3 in unserer Klasse reduzieren. Ähnliches Bild auf WP3... wobei gerade auf den ersten Kilometern im dichten Nebel von "Bild" kaum die Rede sein konnte. Dann ging es auf die neu gestaltete Brunn-WP - schon immer eine unserer Lieblings-Prüfungen - und endlich lief es besser, der Asphalt war an diversen Stellen aufgetrocknet und wir konnten die Klassenbestzeit erzielen und auch in der Gesamtwertung mit P4 deutlich Boden gut machen. Der abschließende Sprint in Neudorf war an sich noch nie unser Ding - aber dieses Jahr kam uns der dortige trockene und saubere Asphalt sehr entgegen: Erneut Klassenbestzeit und Platz 4 gesamt bedeutet für uns auch die selben Plazierungen in der Endabrechnung. In Anbetracht der total verwachsten "Reifenwahl" und der sehr starken Konkurrenz ein sehr ordentliches Ergebnis, das uns zufrieden stimmt.
Rallyesprint Aldingen
Pünktlich zum Herbstbeginn hat Werner wieder das Rallyefieber gepackt. Mazda angemeldet, Mini-Saisonplan aufgestellt und schon stand der erste Einsatz beim Rallyesprint Aldingen vor der Tür. Wir wollten die Veranstaltung zum Testen nutzen und vor allem auch Fahrpraxis auf Asphalt sammeln. Die Wertungsprüfung, die dreifach befahren wurde, kam uns nicht besonders entgegen... viel hartes Beschleunigen und Bremsen - aber wir konnten uns von WP zu WP steigern und erreichten trotz starker Konkurrenz Platz 6 von 55 Teilnehmern. Als nächstes steht dann Mitte Oktober die Rallye Siegerland-Westerwald auf dem Plan, mit der wir von 2007 noch eine Rechnung offen haben und dann zum Saisonabschluß die Fränkische Schweiz.
Rallye Calw
Seit Mitte der 90er Jahre kennen Immy Drews und ich uns... schon aus alten Kartzeiten beim MSC Weingarten. Ende der 90er wagte sich Immy dann als erster aus unserem Kartteam in den Rallyesport, war daraufhin mit diversen Toyota-Modellen unterwegs und einige Jahre später Mitbegründer des 318is-Cup's. In den Folgejahren wurde es motorsportlich etwas ruhiger um ihn... Hochzeit, der kleine Samuel kommt auf die Welt... aber seit gut zwei Jahren hat ihn der Motorsport-Virus wieder erwischt. Bei der Rallye Calw sollte dann der Rollout für den neu aufgebauten BMW M3 stattfinden. Mit Seriengetriebe, -achse, -sperre, -bremse und einem Satz Holzreifen waren wir technisch nicht optimal aufgestellt. Aber schon auf WP1 lief es sehr gut, mit beherzter Fahrweise liefen wir sogar auf den vor uns gestartetet Cossie auf und abgesehen von einer rauchenden Vorderachsbremse an der DK Stop lief die WP problemlos. Auch die Fuchsklinge hoch und die sehr schnellen gut 3km von Unterreichenbach nach Schellbronn konnten konnten wir die Performance halten und hatten dabei auch sehr viel Spaß, nur die zweite Befahrung des Rundkurses, der schon auf WP1 die Bremsanlage an ihre Grenzen brachte, bereitet uns Kopfzerbrechen. Aber im Regrouping setzt leichter Regen ein, auf den feuchten Feldwegen sind die Bremspunkte nicht mehr so hart und diesmal können wir auch ohne Behinderung bis ins Ziel voll angreifen. Auf den letzten beiden WPs schieben wir uns dann noch mit zwei starken Zeiten bis auf Platz 11 in der Gesamtwertung nach vorne, der Klassensieg ist schon gesichert. Mehr als wir erwarten konnten... mit einer übersetzung auf gut 250, 25% Sperre und Reifen hart wir Kruppstahl.
Rallye Lebacher Land
Gut eine Woche vor der Rallye Lebacher Land klingelte mein Handy... am anderen Ende der Leitung Frank Färber mit der Frage, was ich kommendes Wochenende vor habe. Wenige Minuten später war dann schon fest geplant, daß ich gemeinsam mit seinem Bruder Marc im Mitsubishi Evo 7 an der Rallye Lebacher Land teilnehmen werde. Somit ging es für mich am 4.7. erstmals nach zwei Jahren Pause wieder ins Saarland. Das Abfahren der vier unterschiedlichen Prüfungen verlief problemlos, unser Aufschrieb passte sehr gut und wir konnten auch auf Anhieb einen gemeinsamen Rythmus finden. Die erste WP haben wir dann allerdings ziemlich verschlafen - für Marc war es erst die zweite Veranstaltung 2009 und somit fehlte ihm auf den ersten Metern noch etwas das Gefühl für den Evo. Das änderte sich aber schnell und wir konnten uns unter anderem durch zwei dritte Gesamtzeiten auf der zweiten Etappe trotz einem Dreher in der viertletzten Kurve der Rallye auf Platz 3 in der Gesamtwertung vorarbeiten mit gut einer Sekunde Rückstand auf die zweitplazierten Mysliwietz / Schumacher. Gewonnen haben die Veranstaltung mit einer souveränen Leistung Rainer Noller und Uwe Walz im Evo 8. Die Nachuntersuchung brachte dann noch einige Turbulenzen... aber nachdem Frank organisieren konnte, daß der KFZ-Brief mit sämtlichen Eintragungen zur Rallyeleitung gefaxt werden konnte, konnten auch diese ohne Folgen für uns geklärt werden. Es hat viel Spaß gemacht, mal wieder mit Färber-Brüdern unterwegs gewesen zu sein... vielleicht ergibt sich ja bald eine Möglichkeit für eine Fortsetzung...
Rallye Thüringen
Die Rallye Thüringen war mein zweiter Einsatz an der Seite von Jürgen Hohlheimer im Fiat Punto Kitcar. Ein qualitativ sehr starkes Starterfeld von gut 60 Teams hatte sich in Pößneck eingefunden, darunter durch die Teilnahme der ERC auch mehrere WRC's. Die Wertungsprüfungen erwiesen sich schon beim Abfahren als sehr schnell und teilweise ziemlich wellig. Der Stadtrundkurs Freitag Abend in Pößneck stellte die Teams mit seinen sehr breiten Straßen vor ganz andere Herausforderungen... Jürgen und ich laufen ziemlich schnell auf den vor uns gestarteten Evo auf und können diesen zur Freude der zahlreichen Zuschauer auch kurze Zeit später überholen. Die erste Samstags-Etappe gehen wir zu verhalten an, auch die Höchstgeschwindigkeit des Puntos von 172 km/h bremst uns immer wieder ein und somit können wir trotz diverser Ausfälle zu Beginn der Rallye in der Gesamtwertung kaum Plätze gewinnen. Trotz Problemen mit der Gegensprechanlage steigern wir uns auf der zweiten Etappe deutlich - aber auch unsere direkten Konkurrenten finden immer besser in die Rallye. Ähnliches Bild dann auch auf den beiden Nachmittags-Schleifen: Abgesehen von großen Problemen mit der Gegensprechanlage, die wir trotz großer Bemühungen auch im Service nicht lösen können, läuft der Punto wie ein Uhrwerk, aber wir finden dennoch nicht wirklich in die Rallye. Wir erreichen das Ziel auf Platz 23 in der Gesamtwertung... in Anbetracht der hohen Ausfallquote (nur 39 Teams erreichen das Ziel) ein eher verhaltenes Ergebnis.
Aus Turin wird Thüringen...
An sich sollte ich gerade in Turin sitzen statt auf meiner Couch in Karlsruhe... schließlich findet am Wochenende die Rally Citta di Turino statt und Jürgen und ich hatten unsere dortige Teilnahme in seinem Fiat Punto Kitcar fest eingeplant. Die Nennung war termingerecht verschickt, der Punto am vergangenen Wochenende mit der neuen Nockenwelle bei der Rallye Birkenfeld noch ein paar Kilometer gelaufen, der LKW gepackt - und dann machte uns das italienische Reglement einen Strich durch die Rechnung: Den 170 Startplätzen standen 180 Nennungen und der Paragraph im italienischen Reglement, daßin diesem Fall italienische Teilnehmer zu bevorzugen sind, gegenüber. Schade, wir waren top motiviert und vorbereitet - aber auch der Einsatz des Veranstalters beim italienischen Verband konnte uns zu keinem Startplatz verhelfen. Ersatzweise planen wir nun den Start bei der Rallye Thüringen Mitte Juni.
Ostalbrallye
Zum inzwischen vierten Mal bin ich am vergangenen Wochenende mit Werner Mangold bei der Ostalbrallye gestartet. Schon beim morgendlichen Abfahren zeigten sich die Wertungsprüfungen vom anhaltenden Nieselregen feucht und vor allem teilweise auch schon sehr schlammig. Unsere Reifenwahl fiel somit auf reinrassige Avon-Regenreifen... an sich die richtige Wahl... dachten wir. Leider erwiesen sich die Reifen nach einigen Jahren in Werner's Werkstatt aber als zu hart und somit verabschiedeten wir uns nach der guten 3ten Zeit auf WP1 auf der zweiten Prüfung, dem Rundkurs Kemnaten erstmal in einen Acker. Bis der Motor wieder lief und der Mazda sich dank Allrad wieder aus Acker gewühlt hatte, vergingen wertvolle Sekunden und wir verloren den Anschluß an die Spitze. Mit zwei dritten Zeiten auf den WP's 4 und 5 konnten wir uns dann aber doch wieder nach vorne arbeiten und beendeten den Tag somit auf Platz 4 unter 99 Teilnehmern. Gewonnen haben die Rallye Rainer Noller und Uwe Walz im Mitsubishi vor den überraschend starkem Gruppe-G-Evo-Duo Harry Wahl / Hajo Grimberg und Martin Häring im Opel Manta, der uns zuerst mit seiner erstaunlichen Reifenwahl (Trockenreifen) und dann aber vor allem mit seinen Zeiten einige Rätsel aufgab. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mal wieder mit Werner zu fahren... und mit Platz 4 können wir unter den Umständen auch zufrieden sein. Wann Werner und ich wieder gemeinsam am Start sein werden, ist noch nicht sicher... mein nächster "fester" Einsatz ist die Rally Citta di Turino mit Jürgen Hohlheimer im Punto Kitcar.
Vorbericht Ostalbrallye
Nach einer gefühlt mehrjährigen Winterpause endet am Samstag bei der Ostalbrallye endlich meine rallyefreie Zeit. Gemeinsam mit Werner Mangold werde ich im Mazda 323 GT-R an den Start gehen, übrigends unsere 30te gemeinsame Rallye. Eine starke Konkurrenz hat sich angekündigt... allen voran Uwe Nittel im Taxi, Rainer Noller im Evo, Feger & Seb im Kadett C... aber auch Fritz & Tante P im BMW M3 und Martin Häring im Manta muß man bei trockenen Bedingungen mit auf der Rechnung haben. Der Mazda ist jetzt ein Jahr gestanden, Werner hat einige Kleinigkeiten verbessert... aber wie gut unsere Performance sein wird, wissen wir wohl erst im Ziel... also schaun mer mal, wo wir stehen!
Saison 2009
Der März neigt sich dem Ende zu, gestern kam endlich mein neuer Helm aus Italien und nun möchte ich hier auch ein paar Worte zu meiner Saisonplanung schreiben. Fix sind drei Starts mit Jürgen Hohlheimer im Punto Kitcar... zwei Mal in Italien und dazu noch die Eifel-Rallye rund um Daun, wo wir auf die starke Konkurrenz der DRM-Teilnehmer treffen werden. Ergänzend zu diesen drei Einsätzen gibt es noch die eine oder andere Idee für nationale und internationale Einsätze in Deutschland... ich bin auf jeden Fall gespannt auf die neue Saison!
Winterpause
Eine abwechslungsreiche Saison liegt hinter mir - 6 Rallye mit 6 Fahrern, 6 Autos und 3 Antriebskonzepten. Fest steht, daß ich wohl immer gerne an das Rallyejahr 2008 zurück denken werde... die Oberland-Rallye mit Jetty im Fiat 131 war wohl eins meiner tollsten Rallye-Erlebnisse überhaupt, aber auch an den Gesamtsieg mit Otti im Regen von Calw, die Deutschland-Rallye mit Frank Schrader im Subaru und mein Auslands-Debut mit Jürgen Hohlheimer in Italien werde ich noch lange denken. Jetzt ist erstmal Winterpause angesagt... für 2009 gibt es zwar schon Ideen, aber noch keine konkreten Pläne... mal schaun, was sich ergibt! Ich wünsche allen Aktiven, Fans und Besuchern meiner Seite eine schönes Weihnachtsfest... See you again next year!
Rally Team 971
Bei der Rally Team 971 rund um Acqui Terme habe ich mein Debut im Fiat Punto Kitcar an der Seite von Jürgen Hohlheimer gegeben. Wir begannen das Abfahren der drei Wertungsprüfungen, die in Wertung drei bzw. zwei Mal befahren werden sollten, schon am Freitag und Jürgen's Versprechen "so viele Kurven hast du noch nie gesehen" bewahrheitete sich tatsächlich. Viel Platz für Fehler war auch nicht... an nicht wenigen Stellen ging es direkt neben der Straße erstmal 20 Meter "nach unten" und somit legten wir sehr viel wert auf einen sehr detaillierten Aufschrieb. Bei der ersten Testfahrt mit dem Punto am Samstag quittierte dann ein Uniball-Gelenk den Dienst, das Problem konnten Jürgen und seine Mechaniker aber schnell lösen und somit waren wir dann sogar noch pünktlich bei der Papierabnahme. Sonntag früh haben wir dann noch kurz unseren eigenen kleinen Shakedown gefahren, das Auto liegt gut und die Probleme vom Vortag sind so gut wie vergessen, als wir um kurz vor halb zehn über die Startrampe in Acqui Terme rollen. WP1 führt über 11 Kilometer und 145 Kurven (!!!), wir lassen es verhalten angehen, während der eine oder andere Einheimische seiner Rallye schon ein frühes Ende bereitet. Auf WP2 finden wir schon besser in die Rallye und schieben uns auf Platz 23 nach vorne, übernehmen zugleich auch die Führung in der Kitcar-Klasse. Auf WP3 (165 Kurven auf 9km) werden wir mit gelber Flagge gestopt, das Team vor uns hat sich mit dem Clio R3 überschlagen und blockiert die Fahrbahn. Mit einiger Verzögerung machen wir uns auf den Weg in den Service. Wolfgang, Paolo und Roberto von Supergara machen einen super Job und bereiten den Punto perfekt für die zweite Etappe vor. Mit zwei Klassenbestzeiten können wir unsere Führung ausbauen. Der zweite Service und die dritte Etappe bringen wenig neues. Wir fahren den Klassensieg nach Hause und erreichen in der Gesamtwertung den 22ten Platz im starken knapp 100 Teilnehmer großen Feld. Herzlicher Dank an Jürgen und sein Team - ein toller Saisonabschluß einer schönen Saison 2008! Hiermit verabschiede ich mich dann in die Winterpause, mal schauen, was 2009 bringt!
Rallye Calw
Ein tolles Rallye-Wochenende liegt hinter mir, an dem ich meinen dritten Gesamtsieg feiern konnte! Aber der Reihe nach... Mittwoch abends klingelt mein Handy, fremde Nummer... der Anrufer stellt sich als Klaus "Otti" Otterbach raus, der mir den gemeinsamen Start bei der Rallye Calw am Samstag anbietet. Gerne sage ich direkt zu und am Samstag Morgen fahren wir die ersten gemeinsamen Kilometer in seinem infernalisch gehenden Opel Kadett C. Schon während dem Abfahren öffnet der Himmel seine Schleusen und nachdem der Wetterbericht weiteren Regen ankündigt, entscheiden wir uns zum Wechsel auf Regenreifen. Gleich auf WP1 fanden wir einen super gemeinsamen Rythmus und erzielten die zweite Zeit hinter der Maass-Family im erstaunlichen Golf 1 und noch vor Markus Farner und Seb Glatzel in einem weiteren Kadett. Auf WP2 verlieren wir dann nach Problemen mit der Handbremse erheblich an Boden, bevor wir auf WP3 erstmalig in der Rallye eine Gesamtbestzeit erzielen können. Auf WP4 nehmen uns Roger und Franziska Maass erneut rund 2 Sekunden ab, auf WP5 verlieren sie aber nach einem Dreher einige Sekunden, während uns hier Timo Bernhard / Marco Glasen im Golf Kitcar auf den zweiten Rang verwiesen. Vor der Abschluß-WP lagen somit vier Teams in Reichweite für den Gesamtsieg: Maass / Maass im Golf 1, Feger und Seb im Kadett, Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard und sein Co Marco Glasen und eben auch Otti und ich. Und unsere WP6 lief perfekt... wir können die Gesamtbestzeit erzielen und gewinnen somit die Rallye vor Maass / Maass und Fahrner / Glatzel.
Fazit des Wochenendes: Viel Fahrspaß, ein toller Tag und dazu noch der Gesamtsieg... besser geht's kaum :-) Danke an Otti und sein Team!
Bericht Deutschland-Rallye
Das Wochenende bei der Deutschland-Rallye war ein großartiges Erlebnis - mit der Startnummer 0 starteten Frank und ich im Subaru vom Rallyeteam Wingenter aus Duisburg. Gerade die Wertungsprüfungen im Moseltal haben sehr viel Spaß gemacht und auch, wenn ich beim Recce nicht dabei sein konnte, fanden wir schnell einen guten Rythmus. Leider ließ uns Samstag dann der an sonsten so zuverlässige Subaru im Stich und somit konnten wir die WP Panzerplatte leider nicht befahren. Die Sonntags-Etappe konnten wir dann wieder problemlos komplett bestreiten und unser Rallye-Wochenende fand mit der spektakulären WP Cirkus Maximus in Trier ein tolles Ende. Mein nächster geplanter Start ist die Rallye Bassano in Italien mit Jürgen Hohlheimer im Fiat Punto Kitcar.
Deutschland-Rallye!!!
Gestern erreichte mich eine E-Mail von Frank Schrader, ob ich gemeinsam mit ihm Vorausauto bei der Deutschland-Rallye fahren möchte. Ein kurzes Telefonat später war die an sich schon von vorne rein sichere Entscheidung gefallen - natürlich will ich! Somit komme ich also übernächstes Wochenende zu meinem ersten WM-Start, wenn auch vor dem Hauptfeld. Ich freue mich sehr auf die Rallye, die selektiven WP's, aber vor allem auch auf das tolle sehr nette Team vom Autohaus Wingenter und viel Fahrspaß mit Frank.
Vorschau zweite Saison-Hälfte
Meine weitere Saisonplanung hat im Juli zwei Mal eine erhebliche Wendung genommen. Zuerst mußten Jürgen Hohlheimer und ich nach dem Motorschaden an seinem Punto Kitcar den Start bei der Eifel-Rallye absagen - wenige Tage und ein Telefonat mit Werner Mangold später stand fest, daß er und ich ab August in seinem Mazda drei nationale Veranstaltungen gemeinsam bestreiten werden - darunter auch die Rallye Fränkische Schweiz, auf die ich mich wie jedes Jahr besonders freue. Vor dem Saisonabschluß in Hollfeld werden wir zwei Läufe zum Schotter-Cup, die Franken-Rallye und die Rallye Siegerland-Westerwald fahren. Weiterhin geplant ist der Start bei der Rally die Bassano mit Jürgen, hoffentlich ist sein Motor bis dahin wieder ganz!
Rallye Baden-Württemberg
Eine E-Mail von Petra Hägele "beendete" meine Rallye-freie Zeit Mitte Juni. "Hallo Kai, meld dich doch mal (kannst dir schon denken warum) Grüße Petra u Fritz". Zwei Telefonate später stand dann fest, daß ich mit Fritz in seinem neu erworbenen BMW M3 die Internationale Rallye Baden-Württemberg fahren würde. Der BMW war erst wenige Tage vor der Rallye ih Öhringen angekommen und in Windeseile vorbereitet worden, für eine ernsthafe Testfahrt war keine Zeit geblieben, die sollte dann auf WP1 folgen. Dort passten zwar die Bremspunkte noch nicht so ganz, aber dennoch zeigte das Auto vor allem in schnellen Kurven viel Potenzial und wir konnten uns auf Platz 7 einreihen. Auf der dritten WP wurden die Plazierungen dann auf Grund des großen Schotteranteils gründlich durcheinandner gewürfelt. Wir verloren rund eine Minute, als wir anhielten, um den späteren Gesamtsieger Rainer Noller im Mitsubishi passieren zu lassen und dann in seinem Staub einige Kilometer mit Sicht null unterwegs waren. Auf den folgenden Asphalt-WP's konnten wir dann wieder Boden gut machen und uns zum Mittagsservice bis auf Platz 10 nach vorne kämpfen. Mit neuen Reifen und mehr Vertrauen in das Auto konnten wir unsere Zeiten von der ersten Etappe deutlich steigern und auf WP6 sogar die zweite Gesamtzeit erzielen. In der Endabrechnung landeten wir dann auf Platz 7 und nachdem Uwe Nittel die Reifen an seinem Mercedes überbeansprucht hatte, konnten wir bei der abendlichen Siegerehrung dann sogar den Klassensieg feiern.
Leider kam Sonntag Abend nach der Rallye dann der Anruf von Jürgen Hohlheimer, daß wir den geplanten Start bei der Eifel-Rallye nach einem kapitalen Motorschaden an seinem Punto Kitcar absagen müssen... somit gehe ich also mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus dem Rallye-Wochenende.
Vorschau Saisonplanung
Nachdem die Ostalbrallye bisher meist ein gutes Pflaster für Werner und mich war, gingen wir auch 2008 zuversichtlich an den Start. Zwar verbrachten wir die Nacht vor der Rallye genauso viel Zeit in der Werkstatt wie im Bett, aber dennoch waren wir guter Dinge. Leider erwies sich aber schon auf der ersten Wertungsprüfung der neue Motor als recht drehmomentschwach, was sich besonders in engen Kurven als nachteilig erwies - dennoch konnten wir uns hinter den späteren Gesamtsiegern Klaus "Otti" Otterbach / Roland Mai (im infernalisch gehenden Opel Kadett C) auf Platz 2 in der Zeitenliste eintragen, auch unser Rückstand hielt sich mit 2 Sekunden in Grenzen. Die im Winter veränderte Bremsballance erwies sich beim Anbremsen eines Abzweigs auf WP2 als wenig vorteilhaft... ein Dreher war die Folge und wir verloren einige Sekunden sowie den Anschluß an die Spitze. Sowohl Otti als auch Jürgen Geist mit Co Klaus Zendler waren uns enteilt und somit konzentrierten wir uns auf die Verteidigung von Rang 3. Mit drei dritten Gesamtzeiten in Serien gelang uns dies auch und somit konnten wir den 3ten Rang nach Hause fahren. Für "mehr" war es auf den WP's einfach zu trocken, zu sauber und der Mazda-Motor in den unteren Drehzahlbereichen zu müde.
Vorschau Saisonplanung
Langsam nimmt auch meine weitere Saisonplanung für 2008 konkretere Formen an: Im April geht es weiter mit der Ostalb-Rallye an der Seite von Werner Mangold im Mazda 323 GT-R. Werner hat über den Winter viel Zeit und auch den einen oder anderen Euro in den Mazda gesteckt und daher sind wir guter Dinge, ein Wörtchen bei der Vergabe der vorderen Positionen mitreden zu können. Mein nächster Start wird die Eifel-Rallye sein. Dort werde ich erstmalig mit Jürgen Hohlheimer im Fiat Punto Kitcar an den Start gehen. Die selektiven Wertungsprüfungen rund um Daun sind alljährlich ein absolutes Highlight, Jürgen ist für seine schnelle Fahrweise bekannt und das Potenziel seines Kitcars bedarf wohl keiner Beschreibung. Ende September planen wir dann den Start bei der bekannten Rally di Bassano in Italien. Die Rally di Bassano kenne ich zwar bisher nur vom "Hörensagen", aber was über sie gesagt wird, reicht schon aus, um zu wissen, daß der Start dort mit Sicherheit ein absolutes Highlight wird!
Rallye Oberland
Als Auftakt der DRM und des Mitropa Cups 2008 war die Oberland-Rallye sehr stark besetzt. Es gingen rund 20 Turbo-Allradler und 4 Porsche GT3 an den Start und somit waren meine Erwartungen an das Ergebnis meiner ersten Rallye mit Werner "Jetty" Jetzt im Fiat 131 eher zurückhaltend. Doch schon am Freitag Abend auf den ersten drei WP's konnten wir uns auf Platz 10 in der Gesamtwertung einreihen. Samstag Vormittag wurde es noch besser: So konnten wir auf der WP Altenstadt unsere erste Gesamtbestzeit der Rallye erzielen und uns trotz einer überraschend langsamen zugeteilten Zeit auf der neutralisierten Wildsteig-WP auf Platz 6 nach vorne schieben. Auf der zweiten Samstags-Etappe fuhren wir gleich zwei Mal die schnellste Zeit und lagen somit zum Mittags-Service auf Platz 4 in der Gesamtwertung. Bis ins Ziel konnten wir den Rückstand auf den drittplazierten Peter Corazza noch auf 4 Sekunden verkürzen, aber der wie entfesselt fahrende Anton Werner im Porsche GT3 konnte uns noch abfangen und auf Platz 5 verdrängen. Aber auch das ist ein absolut großartiges Ergebnis in dem starken Starterfeld. Und der Applaus bei der Zieldurchfahrt in Peiting ließ keine Zweifel, daß unser spektakulärer Fahrstil in Kombination mit dem infernalischen Fiat 131 uns einen großen Platz im Herzen der Fans eingebracht hat.
An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Jetty für die tolle Rallye und vor allem auch an unsere Service-Mannschaft... Poldi, Pit, Markus, Fuchsi und alle, die ich jetzt vergessen hab.
Hier ein kurzer Video-Clip mit Aufnahmen von Jetty und mir.
Vorschau Rallye Oberland
Meine 2008er Saison wird voraussichtlich am 07.03. und 08.03. bei der Rallye Oberland starten - an der Seite von Werner "Jetty" Jetzt im Fiat 131. Jetty ist für seine beherzte Fahrweise bekannt und daher bin ich sehr gespannt, wie wir uns bei unserer ersten gemeinsamen Rallye im zu erwartenden starken internationalen Teilnehmerfeld der DRM schlagen können. In diesem Sinne: Schaun mer mal... :-)
Rallye Fränkische Schweiz
Zum inzwischen fünften Mal bin ich am vergangenen Wochenende mit Werner bei der Rallye Fränkische Schweiz rund um Hollfeld in der Nähe von Bayreuth gefahren. Die rekordverdächtige Zahl von 165 Teams ging an den Start und auch der Kreis der Favoriten um Top 5 Plazierungen war sehr groß. Mit der 2ten Gesamtzeit zum Auftakt auf der Traditions-WP "Brunn" konnten wir gleich zu Beginn auf uns aufmerksam machen. Schon hier begannen aber - wie zu erwarten war - Reinhard Honke und Christina Kaiser im Ford Escort Cosworth, sich mit großen Schritten von den Verfolgern abzusetzen. Somit ging es ab diesem Zeitpunkt für uns um den Kampf "best of the rest". Doch auch diesbezüglich ging es für uns nicht optimal weiter: Mit der 8ten Zeit auf WP2 und der 11ten Zeit auf WP3 verloren wir unseren zweiten Gesamtrang - dank der sehr geringen Zeitabstände aber nicht den Anschluß auf die Postplätze. Auf WP4 "Stadtwald" war unser Allradantrieb dann auch anders als auf der 2, 3 und 5 endlich wieder ein Vorteil und wir konnten die dritte Zeit erzielen und uns auf Platz 4 im Zwischenklassement nach vorne schieben. Aber Hässler / Suhl im Porsche und Schiffmann / Matejka im bärenstarken BMW M3 saßen uns direkt im Nacken. Mit dementsprechenden 120% Einsatz sind wir dann auch die Abschluß-WP "Hungenberg" angegangen, konnten aber dennoch nur die 8te Zeit erzielen und verloren einen Rang an Udo und Sandro. Somit im Endklassement Platz 5 in der Gesamtwertung und Platz 2 in der Klasse H15 - in Anbetracht der trockenen Streckenverhältnisse geht das Ergebnis absolut in Ordnung und ist auch ein versöhnlicher Abschluß für meine 2007er Saison.
Konkrete Pläne für 2008 habe ich noch keine - aber das wird sich in den Winter-Monaten sicherlich ändern - in diesem Sinne: See you next year :-)
Rallye Siegerland-Westerwald
Zum ersten Mal sind Werner und ich am 20.10. bei der Siegerland-Westerwald-Rallye gefahren. Nachdem wir uns erst kurzfristig für eine Teilnahme entschieden hatten, bekamen wir Startnummer 122, was zu dem einen oder anderen überraschten Gesicht führte. Schon beim Abfahren der selektiven WP's auf dem Truppenübungsplatz Stegskopf wollte der Mazda-Motor zuerst nicht wirklich in Schwung kommen, doch nach einigen Kilometern lief er wieder wie gewohnt - um dann kurz vorm Start doch wider nur noch nur noch auf zwei Zylindern zu laufen. Die Zeit für eine Fehlerbehebung war leider nicht vorhanden und somit quälten wir uns und Mazda mit ungewohnt wenig Leistung über die Prüfung. Auf der Verbindungsetappe zu WP2 ließ sich das Problem auch nicht lösen und als wir uns dann dort auch noch einen Reifenschaden eingefahren haben, wurde Werner und mir immer deutlicher klar, daß dieser Rallyetag wohl für uns unter keinem guten Stern stehen sollte. Im Regrouping nach WP3 lagen wir aussichtslos im vorderen Mittelfeld des 115 Teilnehmer starken Feldes. Allerdings konnten wir noch vor dem Regrouping den Fehler im Bereich der Zündung beheben und somit sollte nun die Aufholjagd beginnen. WP4 und 6 liefen dann auch super (WP5 wurde leider neutralisiert), wir konnten eine zweite und eine dritte Gesamtzeit (hinter Richie bzw. Richie und Thomas Kleinwächter im Subaru) verbuchen und uns somit immerhin noch auf Platz 10 gesamt und Platz 2 in der Klasse H15 nach vorne schieben. Nächste Woche werden wir zum Saison-Abschluß in Hollfeld bei der Rallye Fränkische Schweiz starten - alljährlich ein absolutes Highlight!
Vorschau Oktober
Bevor es ab November wieder in den Rallye-Winterschlaf geht, erwartet mich noch ein heißer Rallye-Oktober. Beim Schotter-Cup Finale, der Siegerland-Westerwald-Rallye, werde ich Sebastian Glatzel auf dem heißen Sitz neben Werner Mangold im Mazda 323 GT-R vertreten, bevor Werner und ich wie schon eine Weile geplant eine Woche später auch die Rallye Fränkische Schweiz gemeinsam bestreiten werden. Werner liegt im Schotter-Cup auf dem aussichtsreichen vierten Platz und mit einem guten Ergebnis im Westerwald könnte noch mindestens ein Platz drin sein.
Rallye Calw
Die Rallye Calw mit ihren sehr kurzen Verbindungsetappen und schnellen Wertungsprüfungen zog auch dieses Jahr knapp 100 Teams in das kleine Örtchen Neuhengstett in der Nähe von Calw. Nach unserer bisher von technischen Problemen geprägten Saison wollten Stocki und ich hier endlich das Potenzial von Besatzung und Auto mit einem entsprechenden Ergebnis unter Beweis stellen. Die Klasse H13 versprach einen heißen Kampf. Favorit auf den Klassensieg waren definitiv Fritz Köhler und Petra Hägele im infernalischen Kadett C. Aber gerade der Kampf um die folgenden Plätze versprach bei einem Blick auf die Starterliste ein besonders heißer zu werden: Schon vor dem Start "warnte" mich Stocki, den Ulmer Roland Zak mit Beifahrer Hans Wenger im Golf 1 mit auf der Rechnung haben, aber ebenso wollten Frank Schlinck / Martin Satter im Seat Ibiza, Andre und Sandro Apel im Opel Kadett 16 V, Stefan Malter / Kornelia Maas im schönen Peugeot 306 und natürlich auch Stocki und ich ein Wörtchen um die Vergabe der Podestplätze mitsprechen. Die erste WP haben wir dann gleich mal gründlich verschlafen, Martin fehlte es doch etwas an Fahrpraxis und auch ich mußte erstmal wieder meinen Rythmus finden. Auf WP2, der ersten Befahrung des sehr schnellen Rundkurses "Stammheim Stichle" konnten wir uns aber schon auf den 2ten Klassenplatz vorschieben - dafür hat uns der Fritz hier gleich mal 8 Sekunden abgenommen und damit für klare Verhältnisse gesorgt, daß wir uns ab jetzt nicht mehr mit dem Gedanken befassen müßten, ihn vielleicht doch halten zu können. Auf den folgenden WP's konnten wir uns nach und nach ein kleines Polster auf Zak/Wenger erarbeiten, die sich als unsere härtesten Verfolger erwiesen. An DK Stop von WP5 dann die große Überraschung: Im Motor vom kanarienvogelschwanzfederngelben Kadett C von Fritz und Petra hatte sich ein Lager verabschiedet und die beiden zur Aufgabe gezwungen - schon lagen wir in Klassenführung und diese gaben wir auch bis ins Ziel nicht mehr ab. Somit konnten Stocki und ich in Calw unseren ersten gemeinsamen Klassensieg und Rang 5 in der Gesamtwertung feiern.
Mein nächster definitiver Einsatz wird die Rallye Fränkische Schweiz mit Werner im Mazda 323 GT-R - aber vielleicht ergibt sich ja auch vorher noch was, mal schauen...
Unverhofft kommt oft
Wenn alles wie geplant läuft, endet Anfang September meine rallyefreie Zeit: Martin und ich planen, bei der nationalen Rallye Calw am 01.09. an den Start zu gehen. Das Team von MS Rallyesport hat den Antriebsstrang von Stockis Golf komplett überholt und somit bin ich zuversichtlich, daß die Antriebswellen-Probleme endlich behoben sein sind. Die Calwer Rallye war gerade in der Klasse H13, in der auch Stocki und ich an den Start gehen werden, in der Vergangenheit meistens sehr stark besetzt und somit bin ich schon gespannt, wie wir uns schlagen werden.
Weitere Saisonplanung
Die letzten Monate seit der Litermont-Rallye Mitte April ist es rallyeteschnisch sehr ruhig bei mir geworden. Nachdem die Rallye Coburg abgesagt wurde, war der nächste geplante Einsatz von Stocki und mir an sich die Eifel-Rallye. Bei der Grabfeld-Rallye Ende Juni sollte der Golf einen letzten Test durchlaufen - und dieser endete wie schon die Oberland und die Litermonte mit einem Antriebswellenschaden. Daher haben wir den Start bei der Eifel gecancelt und unsere weitere Saisonplanung vorerst auf Eis gelegt. Daher ist leider aktuell auch noch vollkommen offen, wann und wo ich denn wieder am Start einer Rallye sein werde. Vorgesehen ist auf jeden Fall die "alljährliche Reise nach Hollfeld" zu Rallye Fränkische Schweiz mit Werner Mangold im Mazda 323 GT-R.
Litermonte
Viel vorgenommen hatten sich Stocki und ich für die Litermont-Rallye Mitte April. Nachdem wir schon bei der Oberland-Rallye, dem Auftakt zum ADAC Masters keine Punkte mit nach Hause bringen konnten, war eine Zielankunft Pflicht und nach dem erfolgreichen Test in der Vorwoche bei der Rallye Tiefenbach waren wir auch guter Dinge. Auf WP1 lief auch alles nach Plan: Wir fuhren die 6te Zeit in der Gesamtwertung und konnten uns mit der Divisionsbestzeit einen Vorsprung von 7 Sekunden auf Uwe Gropp und Jenny Seebach im Peugeot 306 Maxi heraus fahren. Auf der zweiten Prüfung, dem 26 km langen Rundkurs "Hoxberg" dann das völlig überraschende Aus: Beim Einbiegen in den Auslauf riss die links Antriebswelle und wir mußten ohne Vortrieb aufgeben. Wie groß die Enttäuschung im gesamten Team war, bedarf wohl keiner Worte. Ob Stocki und ich beim dritten Lauf zum Masters, der Rallye Coburg Mitte Juni wieder am Start sein werden, ist nach dem sehr steinigen Saisonauftakt mit drei technisch bedingten Ausfällen in Folge mehr als fraglich.
Oberland-Rallye
Bei der Oberland-Rallye rund um Peiting fand wie schon 2006 der Auftakt zum ADAC Rallye Masters statt. Von den 84 Teilnehmern waren immerhin 23 in der Division 3, in der auch Martin und ich mit seinem Golf GTi 16V genannt hatten. Und es versprach ein heißer Kampf zu werden: Die Lokalmatadoren Robert Schilcher und Rüdiger Dilg auf Kadett E, Werner "Jetty" Jetzt auf seinem infernalischen Fiat 131 wollten ebenso ein Wort um den Divisionssieg mitsprechen wie der Slowene Turk Rok auf dem Super 1600er Peugeot. Dennoch gingen Martin und ich nicht zuletzt dank des neuen Öhlins-Fahrwerks zuversichtlich an den Start der ersten WP "Peiting". Und auf Anhieb konnten wir die Divisions-Bestzeit setzen vor dem überraschend starken Italiener Carlo Fornasiero. Auf der 2ten WP, dem traditionsreichen Rundkurs Wildsteig lief es erneut sehr gut für uns, bevor die WP wegen des Unfalls von Jaakko Keskinen abgebrochen werden mußte. Nach dem anschließenden kleinen Service machten wir uns auf zur ersten Befahrung des Zuschauer-Rundkurses "Altenstadt". Und irgendwie stand diese WP für uns von Anfang an unter keinem guten Stern... zuerst wollten zeitweise die Gänge nicht reingehen, wie sie sollten, dann folgte noch ein Highspeed-Dreher und schließlich gab kurz vorm Ziel die links Antriebswelle den Geist auf, so daß wir ohne Vortrieb durch die Lichtschranke rollten und uns nichts anderes übrig blieb, als aufzugeben. Schwer enttäuscht machten wir uns somit schon Samstag Mittag auf den Heimweg - an dieser Stelle aber nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an Robert, Toni und Christian für den perfekten Service!
Das Foto zu diesem Bericht hat mir übrigends Ralf Geßner (www.rallyefoto.com) zur Verfügung gestellt - an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön dafür!
Rallye Öhringen
Die Unterland-Hohenlohe Rundfahrt rund um Öhringen hatten Martin und ich uns als Testeinsatz für das ADAC Rallye Masters ausgeguckt. Um ohne Druck einen gemeinsamen Rythmus zu finden und vor allem auch internationale Reifen für die Oberland-Rallye testen zu können, starteten wir als Vorausauto. Die Zusammenarbeit zwischen Martin und mir klappte auf Anhieb sehr gut und wir konnten einen soliden Aufschrieb erstellen. Auf WP1, dem 5,6 km langen Rundkurs "Steinbacher Tal" hatten wir doch sehr mit den rutschigen Streckenverhältnissen zu kämpfen. Dennoch konnte ich einen guten ersten Eindruck von Stocki's fahrerischen Qualitäten und der Performance seines Golf's gewinnen - und besagter erster Eindruck war doch sehr positiv. Unsere Zeit inoffizielle Zeit auf WP1 lag dann auch satte 9 Sekunden unter Klassenbestzeit der H bis 2 Liter. Doch der Fahrspaß hatte auf WP2 ein schnelles Ende. Die Gänge 2, 4 und 6 ließen sich ab Mitte der WP nicht mehr einlegen und wir rollten im 3ten Gang ins Ziel. An ein Weiterfahren war leider nicht mehr zu denken und wir entschlossen uns schweren Herzens zur Aufgabe. Aber dennoch denke ich, daß wir ein positives Fazit ziehen können: Denn unsere Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert und die Performance auf WP1 war ja auch sehr ordentlich.
ADAC Rallye Masters
Wie schnell sich die Dinge ändern können: Noch vor einer Woche war meine Saisonplanung 2007 äußerst unklar und war mehr eine Ansammlung von Ideen als eine wirkliche Planung. Doch eine dieser Ideen hat sich nun konkretisiert: So planen Martin Stockhammer aus Rosenheim und ich, 2007 das ADAC Rallye Masters in seinem VW Golf 2 GTi 16 V zu bestreiten. Wir werden an den Läufen der Region Süd in der Division 3 teilnehmen. Als Test ist die Rallye Öhringen Anfang März vorgesehen, bevor dann am 17.3. bei der Oberland-Rallye der Auftakt des ADAC Rallye Masters Süd stattfinden wird. Das Masters setzt sich 2007 aus zwei Regionen mit fünf Läufen sowie zwei gemeinsamen Finalen zusammen, wobei wir eine Teilnahme an den beiden Finalläufen vom Saisonverlauf abhängig machen wollen. Aktuell sind Martin und seine Mechaniker noch mit der Revision des Fahrzeugs beschäftigt, damit wir im März mit einem bestmöglich vorbereiteten Auto in die Saison starten werden.
Neues Jahr, neues Glück
Viel rallytechnisch Neues gibt es von meiner Seite aktuell nicht zu vermelden - ist ja schließlich auch Winter! Aber dennoch gibt es selbstverständlich erste Ideen und Tendenzen zu meiner 2007er Saison-Planung. Werner nimmt aktuell noch einige Verbesserungen am Mazda vor und somit bin ich voller Zuversicht, daß wir 2007 wieder an unsere Erfolge aus den Jahren 2004 und 2005 anknüpfen können werden. Konkrete Pläne, wann und wo wir starten werden, gibt es noch nicht - aber spätestens bei der Ostalbrallye Mitte April werden wir wohl auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein! Mit Frank Schrader laufen noch Gespräche, ob wir eventuell die eine oder andere internationale Rallye zusammen bestreiten werden und ebenso gibt es schon Ideen für die eine oder andere Rallye mit Martin Stockhammer im Golf GTi - also schaun mer mal, was das Jahr so bringt!
Rallye Fränkische Schweiz
Nach 2002, 2003 und 2005 war ich 2006 zum vierten Mal bei der Fränkische Schweiz am Start. Der weite Weg nach Hollfeld hatte sich alljährlich gelohnt - so war die Rallye immer wieder aufs Neue ein absolutes Saison-Highlight. Jede Serie hat bekanntlich ein Ende und leider endete diese am vergangenen Wochenende. Das Abfahren hatten Werner und ich problemlos hinter uns gebracht und auch mit der neuen WP4 konnten wir uns nach mehrmaligem Befahren anfreunden und so gingen wir zuversichtlich an den Start. Die ersten Kilometer nach dem Start auf der Sprint-WP "Stadtwald" lief auch alles sehr gut - doch kurz nach der Ausfahrt aus dem Steinbruch kündigten sich mit einem deutlich hörbaren Rattern beim Beschleunigen aus einer Rechtskurve Probleme an. Die Geräusche wurden begleitet von einem sehr schwammigen Fahrverhalten beim Beschleunigen - schließlich diagnostizierte Werner, daß der Vortrieb am linken Vorderrad während des Beschleunigens aus Rechtskurven ab reißt. Dennoch konnten wir die erste WP mit einer zweiten Zeit hinter Reinhard Honke und vor der kompletten "2WD-Armada" abschließen, bevor wir auf WP2 "Hungenberg" erheblich von den Antriebsproblemen eingebremst wurden und dabei einige Plätze verloren. Auf dem Sprint "Brunn" konnten wir dann nochmal mit einer dritten Zeit auf uns aufmerksam machen und lagen somit nach drei WPs auf dem unter den Umständen überraschenden fünften Gesamtrang. Doch dann machte Werner in einer engen Links-Kurve einen seiner äußerst seltenen Fahrfehler und wir rutschten eine Böschung runter in den angrenzenden Acker, aus dem wir uns nur mit einigem Zeitverlust befreien konnten. Wie wir nach der Zieldurchfahrt erfahren sollten, wurde diese Kurve im Laufe der Rallye zum würdigen Nachfolger des berühmten Grabens auf der WP "Hungenberg" - so waren wir nur das erste einer ganzen Reihe an Teams, denen in dieser Kurve die Straße ausging. WP5, der Rundkurs "Neudorf", war sowieso noch nie unser Ding und nachdem dieser ja 2006 auch noch im Uhrzeigersinn gefahren wurde, wirkten sich unsere Beschleunigungsprobleme aus Rechtskurven heraus deutlich auf unsere Zeit aus. Am Ende landeten wir somit auf Platz 10 in der Gesamtwertung - ein wenig erfreulicher Saison-Abschluß! See you again next year!
Walhalla-Rallye
Weit mehr als die in der Ausschreibung erlaubten 140 Teams wollten an der Walhalla-Rallye 2006 teilnehmen, 135 gingen schlussendlich an den Start der wohl schon nach ihrer zweiten Durchführung bekanntesten Schotter-Rallye in Deutschland. Nach fast einem Jahr Pause war dies mein erster Rallye-Einsatz an Werner's Seite im Mazda 323 GT-R im Jahr 2006. Die Starterliste versprach eine starke Konkurrenz, so hatten unter anderem Hermann Gassner, Anton Werner (beide Mitsubishi Evo) sowie Frank Richtert und Dirk Richter in den starken Cossies für die Veranstaltung genannt. Mit Startnummer 12 gingen Werner und ich an den Start von WP1, einem zwar kurzen, aber dennoch nicht zu unterschätzenden Sprint. Wir setzten die vierte Zeit und konnten uns somit wie erhofft zu Beginn als "best of the rest" nach dem Führungstrio Gassner, Werner, Richert, die wie zu erwarten war, die vorderen Ränge unter sich aus machten, plazieren. Auf WP2 bewahrheitete sich dann meine Befürchtung im Bezug auf die recht hohe Startnummer: Wir liefen auf einen Konkurrenten auf und konnten diesen erst nach einigen Sekunden Zeitverlust passieren. Wie das Foto zu diesem Bericht (© by rallyebilder24.de) zeigt, zeigten sich hierbei bisher größtenteils verborgen gebliebene (Rundstrecken)talente von Werner - ich hoffe, der Fahrer von dem Delta hat sich inzwischen von dem Schock erholt :-). Auf WP3 liefen wir zwar erneut auf einen Konkurrenten auf und verloren dadurch erneut wertvolle Sekunden aber konnten uns dennoch auf Platz 4 in der Gesamtwertung behaupten. Aber der überraschend starke Christopher Seysen im Evo, Dirk Richter im Ex-Depping-Cossie sowie Rudolf Reindl in der schnellen Celica lagen nur wenige Sekunden hinter uns. Als vierte WP wurde der Rundkurs von WP2 erneut befahren, die große Teilnehmerzahl war nicht spurlos an der WP vorbei gegangen. Diverse Kurven waren sehr tief ausgefahren und obwohl wir unsere Zeit aus Durchgang 1 erheblich verbessern konnten, konnten wir nur die 9te Zeit auf dieser WP erzielen. Da half auch die vierte Zeit auf der letzen WP nichts mehr: Wir verloren unseren 4ten Platz und wurden mit Sekunden-Abständen bis auf Platz 6 durch gereicht. Gerade wenn man den Zeitverlust durch die beiden Überholmanöver betrachtet, ist das Ergebnis arg unglücklich - fehlten uns doch genau diese Sekunden auf den erhofften vierten Platz!
Vorschau Rallye-Oktober
Bei der Walhalla-Rallye Anfang Oktober wird Werner nach fast einjähriger Rallye-Abstinenz sein Comeback geben - und da darf ich natürlich nicht fehlen :-). Auch wenn wir ja letztes Jahr bei der Walhalla auf Platz 2 liegend ausgefallen sind, freu ich mich sehr auf die Rallye - schließlich führt sie über die wohl schönsten Schotter-Wertungsprüfungen in Deutschland. Favorit auf den Sieg ist auf jeden Fall Frank "Richie" Richert auf seinem Ford Escort WRC - aber ich hoffe, daß wir ihn vielleicht zumindest ein bißchen unter Druck setzen können werden. Mit auf der Rechnung haben sollten wir dabei auch Anton Werner im Audi S2. Ende Oktober werden Werner und ich dann unsere alljährliche Reise nach Hollfeld zur Rallye Fränkische Schweiz antreten. Deutlich über 150 Teilnehmer, selektive WPs in Kombination mit einer super Organisation und einer genialen Siegerehrung machen sie zu einer der Top-Rallyes in Deutschland. Nach Platz drei 2005 hinter Norbert Moufang und Martin Stockhammer hoffen wir dieses Jahr auf Allrad-Wetter und dann wollen wir doch mal sehen ;-).
Niederbayern-Rallye
Schon die Tatsache, daß ich jetzt gerade am 2.9. um 17:40 hier sitze und diese Zeilen schreibe, statt im Evo zu sitzen, deutet daraufhin, daß das Rallye-Wochenende von Jörg und mir nicht ganz wie geplant gelaufen ist. Dabei fing alles wie gewohnt gut an, das Abfahren verlief einwandfrei und unser Aufschrieb "passte" hervorragend, sogar das Mittagessen beim indischen Italiener haben unsere Mägen gut überstanden. Aber auf dem Weg vom Abfahren der letzten WP in den Service bekam Jörg Probleme mit seinen Augen, die sich offensichtlich spontan nicht mehr mit den Kontaktlinsen vertragen wollten - somit gingen wir mit dem Handicap an den Start der ersten WP am Freitag Abend, daß er ungewohnterweise mit Brille fahren mußte. Das hat dann aber recht gut geklappt und obwohl wir zwischendurch einen vor uns gestarteten Teilnehmer überholen mußten, gelang uns die 13te Zeit. Auf der zweiten WP am Samstag Morgen lief es erneut recht gut und auch die Geisterfahreraktion von Wolfgang Schmollngruber (was den geritten hat, wissen die Götter), konnte uns nicht von der 11ten Zeit abhalten, die uns in der Gesamtwertung auf Rang 10 nach vorne brachte. Diesen 10ten Rang konnten wir auf WP3 verteidigen, bevor uns auf der folgenden Verbindungs-Etappe laute Kratzgeräusche aus der Getriebe-Gegend aus den Vorbereitungen zum folgenden Rundkurs rissen. Jörg erkannte die Geräusche sofort als Lagerschaden, mußte er doch in Coburg auch schon aus dem gleichen Grund aufgeben. In Anbetracht dessen, daß noch nahezu 100 Wertungsprüfungs-Kilometer vor uns lagen, entschlossen wir uns schweren Herzens zur Aufgabe - die Sicherheitsrisiken als Folge eines kapitalen Getriebeschadens bei den hohen Geschwindigkeiten, die bei der Niederbayern üblich sind, erschienen uns als zu groß.
Vorschau Niederbayern-Rallye
Anfang September werde ich zum dritten Mal im laufenden Jahr die Rallye-WPs unsicher machen. Mit Jörg Axel de Fries werde ich im von Wallenwein Rallye Sport eingesetzten Mitsubishi Evo 7 an der Niederbayern-Rallye teilnehmen und dabei mein Debut in der Deutschen Rallye Serie (DRS) geben. Anders als im ADAC Rallye-Masters, ist hier WRCs der Start erlaubt, so dass wir uns wohl ganz schön strecken müssen werden, um bei der Vergabe des Gesamtsieges ein Wörtchen mitreden zu können... *räusper*... Spaß beiseite... ich hoffe, dass unsere Zusammenarbeit wie gewohnt super funktionieren wird und wenn dann der Mitsu so problemlos funktioniert wie bei unserer letzten gemeinsamen Rallye Anfang Juni, sollten wir auf jeden Fall viel Spaß haben und dann mal schaun mer mal, was am Ende so raus kommt!
Eifel-Rallye
Auch wenn es erst Ende Juli ist, bin ich schon jetzt der festen Überzeugung, daß die Eifel-Rallye wie schon 2005 auch 2006 eins meiner absoluten Saison-Highlights ist. Die Zusammenarbeit mit Frank Schrader und dem Team vom Autohaus Wingenter, die Frank's Subaru Impreza WRX Gruppe A einsetzen, funktionierte von Anfang an hervorragend und die Kombination aus Professionalität und familiärer Atmosphäre hat sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, daß ich das Wochenende noch eine ganze Weile in sehr positiver Erinnerung behalten werde. Aber jetzt zum sportlichen Teil des Wochenendes. Nach einer kurzen Einstimmung beim Shakedown Donnerstag Abend und dem Abfahren am Freitag, ging es Freitag Abend dann auf die erste WP, den neu gestalteten Rundkurs Hilgerath. Kurz vorher hatte es geregnet und somit waren die Streckenbedingungen alles andere als einfach. Frank und ich ließen es gleich richtig laufen und fuhren die 12te Zeit unter den 61 Teilnehmern. Vor der ersten Samstags-Etappe trockneten die WPs nach und nach ab, wir fuhren mit viel Einsatz und soliden Zeiten und lagen nach der Etappe auf Rang 12. Auf der folgenden Etappe mit gleichem Streckenverlauf wie der ersten verbesserten wir zwar unsere Zeiten, aber konnten dennoch keinen Platzgewinn verbuchen, bevor wir dann auf der fahrerisch sehr anspruchsvollen ersten Nachmittags-Etappe zwei Plätze gewinnen konnten und uns auf Rang 10 vorschieben. Das Highlight war hierbei unsere 7te Gesamtzeit auf dem Rundkurs Lehwald, welche unser bestes Einzelresultat während der Rallye sein sollte. Auf der Schluß-Etappe machten wir weiter Attacke und landeten im Endresultat auf dem feinen 9ten Gesamtrang. Wenn man bedenkt, daß es sich bei Frank's Impreza eher um ein "Mini-Gruppe-A-Auto" handelt, ist das Ergebnis auf jeden Fall sehr erfreulich! Ich möchte diese Gelegenheit auf jeden Fall nutzen, um mich nochmal bei Frank und dem Wingenter-Clan für das tolle Wochenende zu bedanken, war echt klasse bei euch!
Hier noch ein paar Impressionen von Frank und mir bei der Eifel-Rallye, unter anderem vom Eingang in die neue Passage auf dem Lehwald-Rundkurs: Download (ca. 9MB) Herzlichen Dank an "Sergio" vom Rallye-Magazin für die Aufnahmen.
Vorschau Eifel-Rallye
Ende Juli geht es für mich endlich wieder auf die Rallyepisten! So werde ich am 28. und 29. Juli an der Seite von Frank Schrader aus Duisburg bei der Eifel-Rallye rund um Daun teilnehmen, einem Lauf zum ADAC Rallye Masters. Bei der Eifel-Rallye hatte ich vor einem Jahr mein Debut in der Deutschen Rallye Meisterschaft gegeben und die unglaublich schönen WPs sind mir noch sehr eindrucksvoll im Gedächtnis. Frank und ich werden im von der eingespielten Mannschaft vom Autohaus Wingenter vorbereiteten und eingesetzten Subaru Impreza WRX in der Gruppe A über 2 Liter Hubraum teilnehmen. Ich freu mich schon sehr auf meine erste Rallye an Frank's Seite und meine zweite Teilnahme bei der Eifel! In diesem Sinne... see you in Daun...
Warndt-Rallye
Mein Start bei der Warndt-Rallye um Ludweiler in der Nähe von Saarbrücken, dem zweiten Lauf zur
Deutschen Rallye Challenge Süd, beendete meine siebenmonatige Rallye-Abstinenz. An der Seite von Jörg Axel de Fries ging ich im Mitsubishi Evo 7 in der Gruppe A an den Start. In Anbetracht der starken Konkurrenz
angeführt von Marc und Alexandra Färber und Uli Kübler / Armin Seeger (beide ebenfalls auf Mitsubishi Evo), Willy Stumpf im bärenstarken BMW M3 und Axel Schlenker im WM-erprobten Ford Escort Cosworth, um nur einige zu nennen, war unser Ziel ein Platz um Platz 5-7. Schließlich gingen wir mit dem Handicap an den Start, daß Jörg an die nationalen Reifen nicht gewöhnt war und wir dazu ein dreiviertel Jahr nicht mehr zusammen gefahren waren. Doch gerade zweiteres erwies sich nicht im geringsten als Problem, wir fanden von Anfang an einen guten gemeinsamen Rythmus und die Zusammenarbeit klappte sowohl beim Abfahren als auch in Wertung hervorragend. Der von Wallenwein-Motorsport perfekt vorbereitete Evo lief wie ein Uhrwerk und auch die Hankook-Reifen funktionierten sehr gut, sodaß wir uns schon früh auf Platz 3 in der Gesamtwertung festsetzen konnten. Marc und Alex sowie Uli und Armin konnten uns allerdings schon früh um 15 Sekunden distanzieren und somit fuhren wir ohne größeres Risiko einzugehen den 3ten Platz nach Hause. Für mich ein "Saisonauftakt" nach Maß, es hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, daß meine nächsten Rallye-Einsätze 2006 nicht so lange auf sich warten lassen werden wie der erste. Das steht aber leider aktuell sehr in den Sternen, nachdem mein Einsatz mit Reinhard Honke in Coburg leider in Folge von technischen Problemen an seinem Ford Escort Cosworth abgesagt werden mußte.
Vorschau Warndt-Rallye
Endlich wieder Rallye fahren! Es ist zwar noch fast einen Monat hin, aber wie ein kleines Kind freue ich mich auf die Warndt-Rallye, den zweiten Lauf zur Deutschen Rallye Challenge 2006 Süd. Dort werde ich mit Jörg de Fries im von Wallenwein-Rallyesport betreuten Mitsubishi Evo 7 an den Start gehen. Jörg bestreitet 2006 das komplette ADAC-Rallye Masters und will die Warndt-Rallye nutzen, um sich auf die Rallye Coburg vorzubereiten. Und auch für mich ist es eine super Gelegenheit, meinen Rythmus nach einem dreiviertel Jahr Rallye-Abstinenz wiederzufinden, bevor ich dann zwei Wochen später in Coburg mein Debut im Cossie von Reinhard Honke geben werde. Die Warndt-Rallye mit ihren 42 WP-Kilometern zählt neben der Challenge auch zur hart umkämpften Saarländischen Rallye Meisterschaft (SRM) und somit ist mit starker Konkurrenz zu rechnen. Dennoch bin ich zuversichtlich, daß auch Jörg und ich gut mit dabei sein werden und vor allem viel Spaß haben werden hat unsere Zusammenarbeit ja schon letztes Jahr in Sulingen und bei der Eifel-Rallye hervorragend geklappt!
Ostalbrallye und weitere Saisonplanung
Mein letzter News-Eintrag ist ja jetzt schon einige Wochen her - und mehr hätte sich meine Saisonplanung in diesen Wochen wohl kaum ändern können. Als Vorjahressieger waren die Erwartungen bei Werner und mir für die Ostalbrallye groß. Mindestens so groß war dann die Enttäuschung, nachdem wir nach technischen Problemen beim Rollout nicht zum Start antreten konnten. Wann Werner's Mazda 323 GT-R wieder auf den Rallyepisten zu sehen sein wird, ist aktuell leider noch unklar. Ich hoffe sehr, daß das bald sein wird, denn mit Werner zu fahren ist immer wieder aufs neue ein Highlight!
Mit Martin Stockhammer wollte ich dieses Jahr auch mal fahren - leider hat Martin seinen ehemals so schönen Golf bei der Rallye Emmersdorfer Land stark kalt verformt. Somit wird das mit unserem gemeinsamen Start 2006 wohl auch nichts werden.
Somit besteht meine Saisonplanung aktuell aus einigen Einsätzen mit Werner, hinter denen leider ein großes Fragezeichen steht und einem Highlight: Mit Reinhard Honke aus Bayreuth werde ich in dessen Ford Escort Cosworth Mitte Juni die Rallye Coburg, einen Lauf zum ADAC Rallye Masters, bestreiten.
Vorschau 2006
Nach der Rallye-Saison ist vor der Rallye-Saison... gut zwei Monate liegt die Rallye
Fränkische Schweiz 2005 zurück und die Planungen für 2006 laufen schon wieder auf Hochtouren.
Um das letzte Jahr meines Studiums gut rum zu bringen, will ich es 2006 rallyetechnisch etwas
langsamer (aber bitte nur quantitativ...) angehen lassen.
Mit Werner Mangold werde ich bei der Ostalbrallye im April wieder am Start sein. Nach dem Gesamtsieg 2005 ist das
Ziel hier klar definiert: Ergebnis wiederholen! Aber wie jedes Jahr ist auch 2006 bei der
Ostalb mit sehr starker Konkurrenz zu rechnen, somit wird die "Titelverteidigung" sicherlich
alles andere als einfach werden! Des weiteren werde ich mit Werner an einigen Läufen zum
Schotter-Cup teilnehmen. Mit dem Stocki (Martin Stockhammer) habe ich bei der Siegerehrung von
der Fränkische Schweiz auch schon ausgemacht, daß wir 2006 mal eine Rallye zusammen in Angriff
nehmen wollen - und vielleicht ergibt sich ja auch eine Möglichkeit zum einen oder anderen
internationalen Einsatz - also wenn ich mir das so überleg, wird das mit "langsamer angehen
lassen" wohl nix werden...
Rallye Fränkische Schweiz
Die Rallye Fränkische Schweiz sollte 2005 für mich der Saison-Abschluß sein. Und auch, wenn
ich Freitag Abends, als ich nach 7 (!!!) Stunden Fahrt in Hollfeld ankam, nicht so recht dran
glauben wollte: Es war ein großartiger Saison-Abschluß. Nachdem die Abnahmen am Freitag Abend
problemlos verlaufen waren, stellte uns das Wetter dann Samstag Morgen beim Abfahren vor gewisse
Probleme: Ein "Besichtigen" der WPs war kaum möglich - weil man eben vor Nebel nix gesehen hat.
Hat dem ganzen aber einen ganz neuen Reiz gegeben und es wurden Erinnerungen an die Röhrl-Legende
von Arganil wach! Aber unser Aufschrieb wurde dann trotz der schwierigen Bedingungen sehr gut
und wir gingen zuversichtlich an den Start. Die Konkurrenz wurde dem Ruf der Rallye wie jedes
Jahr mehr als gerecht: Norbert Moufang/Michaela Frenzel im Opel Kadett C, die Vorjahres-Sieger
Honke/Hinterburger auf dem schnellen Cossie, Carsten Alexy und die Fruck-Brüder auf den Audis
sowie Martin Stockhammer und Michaela Kusebach auf dem sauschnellen Golf GTi wollten ebenso
ein Wörtchen um die Spitzenpositionen mit reden wie Markus Schmidt auf Ford Escort RS2000 und
Schiffmann/Matejka auf BMW M3 - und eben auch Werner und ich! Dementsprechend motiviert und mit
geschätzten 112,7% Einsatz gingen war dann an den Start der WP1 "Brunn". Von den Zuschauer-Massen
in Brunn noch weiter angeheizt, ließen wir es laufen wie sonst wohl nur auf Pommertsweiler bei
der Ostalb und fuhren die 3te Zeit. Doch die Abstände waren denkbar gering, alles spielte sich
nur im Zehntel-Bereich ab. Auf WP2, dem schnellen Rundkurs "Neudorf" ging es für uns nur darum,
möglichst wenig Zeit zu verlieren, unsere Chancen waren durch das im Vergleich zu den
zweiradangetriebenen Fahrzeugen deutlich schlechtere Leistungsgewicht sowieso sehr gering. Und
die Schadensbegrenzung gelang uns deutlich besser als erwartet. Frei nach dem Motto "Lieber das
Leben riskieren als den Schwung verlieren" ging es über die WP und wir konnten die 5te Zeit
markieren. Auf WP3 "Stadtwald" mit dem hohen Schotteranteil wollten wir dann eigentlich den
Joker setzen... aber der Mazda wollte einfach nicht in der Spur bleiben, wir verloren wertvolle
Zeit und konnten "nur" die 4te Zeit fahren. Auf den schnellen Sprints "Seelig" und "Hungenberg"
gaben wir dann nochmal absolut alles, schneller ging es ohne zwangsläufigen Crash-Test definitiv
nicht! Und es hat sich gelohnt: Der lange Zeit führende Carsten Alexy machte einen seiner
seltenen Fehler, verlor 15 Sekunden und wir erreichten das Ziel auf Gesamt-Rang 3 und konnten
dabei den zweiten Klassensieg 2005 verbuchen. Norbert Moufang (der sich noch lang an
die Siegerehrung erinnern wird... dem sein Overall hat sicher ganz schön geklebt ;-) und
Martin Stockhammer waren an diesem Tag einfach unschlagbar für uns - und so sind wir mehr
als zufrieden mit dem dritten Rang.
Rallye Walhalla
Die Walhalla-Rallye auf dem legendären Truppen-Übungsplatz "Oberhinkhofen" sollte meine
erste reine Schotter-Rallye werden. Dementsprechend gespannt machte ich mich Freitag
Nachmittag auf den Weg nach Ellwangen, wo ich mich mit Werner Mangold traf, um dann mit
ihm nach OHH aufzubrechen. Abgesehen von einigen kleineren Widrigkeiten wie Staus und einem
komplett zur Baustelle erklärten Autobahnkreuz (an dem wir eigtl. abbiegen wollen...) konnten
wir unser Freitags-Programm bestehend aus Anreise, Einchecken und Abnahmen problemlos hinter
uns bringen. Beim Abfahren wurde mir dann schnell klar, wovon Werner all die Jahre geschwärmt
hat... derartig schöne und selektive Schotter-WPs findet man wohl außer in OHH nur noch in
Finnland! Der Favoriten-Kreis auf den Gesamtsieg wurde angeführt von Frank Richert und Beatrice
Bränzel auf Ford Escort Cosworth gefolgt von ihren Markenkollegen Richter/Tietze, Werner und
mir sowie Reinhard Honke und Mario Nitsche im Ford Sierra Cosworth. Auf WP 1 wurden Richie und
Bea dann gleich ihrer Favoriten-Rolle gerecht und fuhren eine Top-Zeit, Werner und ich reihten
uns vorerst mal auf Rang 3 ein. Doch schon früh bahnte sich Unheil an... die Batterie-Lampe im
Cockpit des Mazda leuchtete unaufhörlich. Nach einer Kontrolle sämtlicher Stecker stellte sich
raus, daß die Ursache ein Defekt der Lichtmaschine sein mußte. Somit blieb uns nichts anderes
übrig, als die Batterie einem Härtetest zu unterziehen. Nachdem in der Zwischenzeit auch
Richter/Tietze im Cossie technische Probleme hatten, konnten wir uns mit einer 3ten Zeit auf
WP 2 und einer 6ten auf WP 3 zur Halbzeit trotz Zündaussetzern zur Halbzeit auf Platz 2 halten.
Im Regrouping schien sich die Batterie zuerst wieder erholt zu haben, der Mazda sprang sogar
ohne Zuhilfenahme von Man-Power an und es machte sich kurzfristige gedämpfte Euphorie unter
Werner und mir breit. Doch auf WP4 brach die Batterie dann komplett zusammen, der Motor lief
die letzten Kilometer kaum mehr und im Ziel war dann Feierabend für uns.
Fazit: Schade, wir wären sehr gerne die übrigen WPs auch noch gefahren, hat riesig Spaß
gemacht... und der zweite Platz wäre auch echt fein gewesen! Danke an dieser Stelle nochmal
an Richie und seine Truppe, die uns großzügig ihre Hilfe angeboten haben!
Rallye Calw
Nachdem kurzfristig mein Start an der Seite von Iris Thurnherr in Hungen ausgefallen ist,
endete meine rallyefreie Zeit erst bei der Rallye Calw am 3. September. Auf dem (immer wieder
besonders) heißen Sitz neben Werner Mangold im neu lackierten Mazda 323 GT-R ging ich mit
Startnummer 1 in der Klasse H15 an den Start. Die Konkurrenz angeführt von Axel Schlenker
im Ford Escort Cosworth, Frank Reiter im BMW M3, Peter Schillo im Ford Escort MK1 und Fritz
Köhler im Opel Kadett C war sehr stark und es kündigte sich ein (nicht nur mit Blick auf
die Temperaturen) heißer Rallyetag an. Auf WP 1, dem Sprint "Fuchsklinge" konnten
wir mit geringem Rückstand auf Axel Schlenker die zweitbeste Zeit fahren, bevor wir auf dem
ovalförmigen Zuschauerrundkurs "Stammheimer Feld" mit schmierenden Reifen und überhitzer
Bremse einen ersten großen Zeitverlust hinnehmen mußten. Auf WP 3, dem Rundkurs "Stammheim"
verloren wir erneut wertvolle Zeit, dem Motor des Mazda 323 GT-R war es an diesem Tag
scheinbar einfach zu warm, bedingt durch die heiße Ladeluft fehlte das eine oder andere PS, um
auf den langen Bergauf-Passagen der Spitze folgen zu können. Nach einer guten Zeit auf WP 4
lagen wir dann im Regrouping bei Halbzeit auf dem 4ten Gesamtrang - die Zeitabstände zwischen
Platz 3 und 5 waren aber sehr gering. Die zweite Etappe verlief im Grunde genauso, wie die
erste... auf den beiden Sprints "Fuchsklinge" und "Station Teinach" konnten wir mit guten
Zeiten glänzen, auf den beiden Rundkursen verloren wir aber deutlich an Boden. Somit blieb
uns diesmal "nur" der vierte Platz... der geht aber in Anbetracht der starken Konkurrenz voll
in Ordnung! Nur der geringe Rückstand von 0,9s auf die Drittplazierten Gebrüder Fruck ist
etwas ärgerlich...
Saison-Ausblick
Den Start bei der Franken-Rallye müssen Werner und ich aus zeitlichen Gründen leider
streichen. Der Mazda wurde noch in ein paar Details verbessert und in Calw Anfang
September werden wir auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein!
Anfang Oktober wollen wir dann bei der Frankenlandrallye rund um Walldürn starten.
Unser Saisonabschluß 2005 wird wohl die Rallye Fränkische Schweiz sein - mit der haben
wir schließ ich nach dem Turbo-Schaden 2004 noch eine Rechnung offen! Auf die Fränkische
freu ich mich auf jeden Fall schon besonders... eine echt groß rtige Rallye mit selektiven
Prüfungen, einer super Stimmung und starker Konkurrenz.
Mein nächster Einsatz wird die Limes-Rallye rund um Hungen sein. Dort werde ich wie schon
in Helfenstein mit Iris Thurnherr im Suzuki-Ignis-Cup starten. Ich hoff, wir können dort
den Aufwärtstrend der Rallye Helfenstein fortsetzen! In wieweit ich ich 2005 an sonsten
noch an Rallyes teilnehmen werde, ist noch offen. Schließ ich beginnt im Oktober auch das
vorletzte Semester meines Studiums und das nimmt daher auch einige Zeit in Anspruch!
Eifel-Rallye
Auf dem heißen Sitz neben Jörg Axel de Fries bot sich mir die Möglichkeit, den ersten
DRM-Lauf meiner Karriere zu bestreiten. Mit Jörgs von Färber-Motorsport eingesetzten
Mitsubishi Evo 5 starteten wir in der bei der Eifel-Rallye mit 12 Autos stark
besetzten Klasse N5. Das Abfahren am Donnerstag und Freitag verlief problemlos, unser
Aufschrieb vermittelte mir trotz den sehr selektiven WPs ein sehr gutes Gefühl.
Am Freitag Abend dann die erste Etappe mit 5 Wertungsprüfungen. Wir fanden leider noch
nicht unseren Rythmus, gingen etwas zu verhalten an die Sache und wählten dann für
die zweite Schleife des Abends auch noch die falschen Reifen. Somit lagen wir am Ende
der ersten Tageswertung auf Platz 29 Gesamt und dem etwas enttäuschenden 9ten Klassenrang.
Schon auf den ersten drei WPs des Samstags lief es dann deutlich besser. Mit konstant
schnellen Zeiten arbeiteten wir uns schon im Laufe des Vormittags Platz für Platz nach
vorne. War unsere Fahrt auf den sechs Vormittags-WPs noch vollkommen fehlerfrei geblieben,
so brachten zwei Dreher auf der 12ten Prüfung, der ersten Befahrung des Lehwald-Rundkurses
etwas Unruhe ins Cockpit. Doch wir fanden schnell wieder unseren Rythmus und konnten
die beiden holländischen Klassengegner Jaap Sinke und Erik Moree, welche am Freitag noch
vor uns gelegen waren, deutlich hinter uns lassen.
Somit erreichten wir in Addition der beiden Tageswertungen den 5ten Klassenplatz und den
23ten Platz in der Gesamtwertung, ein sehr versöhnlicher Abschluß nach dem schwachen Start
am Freitag Abend.
Mein nächster Einsatz wird voraussichtlich die AvD Rallye Franken am 13.8. sein - dort werden
Werner Mangold und ich endlich mal wieder den Mazda 323 GT-R ausführen - Schotter, wir kommen...
Rallye Helfenstein
Wie schon vor gut einer Woche angekündigt habe ich vergangenes Wochenende mein Debut im
Suzuki-Ignis-Cup gegeben. Auf dem heißen Sitz neben der Schweizerin Iris Thurnherr
nahm ich im von Färber Motorsport vorbereiteten Suzuki Ignis an der Rallye Helfenstein,
dem zweiten Lauf zur Deutschen Rallye Challenge 2005, teil. Und eins vorne weg: Es wurde
mir eindrucksvoll bewiesen, daß die Gerüchte über "Frauen am Steuer" offensichtlich doch
von Ausnahmen unterwandert werden! ;-)
Schon beim Abfahren fanden wir einen guten gemeinsamen Rythmus und waren uns abgesehen von
wenigen Ausnahmen einig. Am Freitag Abend spulten wir dann beim Shakedown die ersten
gemeinsamen Kilometer in Renntempo ab. Meine Eindrücke waren ziemlich gemischt... die
Performance des Autos enttäuschte mich bedingt durch meine etwas verschobenen Maßstäbe an
der Seite von Jörg Axel im Evo und Werner im Mazda - dagegen war ich sehr positiv angetan
von Iris' Fahrweise! Das ließ mich zuversichtlich am Samstag Morgen an den Start gehen.
Die Zusammenarbeit auf den WPs klappte daraufhin hervorragend, wir konnten uns mit konstanten
Zeiten im vorderen Mittelfeld des Ignis-Cups fest setzen und am Ende den 6ten Platz unter den
13 punktberechtigten Cup-Teilnehmern erfahren. Angesichts des bisher etwas verhaltenen
Saison-Start von Iris ein toller Erfolg! Mit einer herzhaften und sauberen Fahrweise in
Verbindung mit sehr spät gewählten Bremspunkten meldete sich Iris eindrucksvoll und für
viele ihrer Konkurrenten etwas überraschend im Kampf um die Cup-Punkte zurück. Es hat mich
sehr gefreut zu sehen, daß sie offensichtlich langsam wieder zu ihrer Form zurückzufinden
scheint, ich hoffe, ich konnte zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen!
Herzlichen Dank an Frank und Marc Färber, der Ignis war wie gewohnt top vorbereitet, der
Service hat reibungslos geklappt! Mein nächster Einsatz wird die Eifel-Rallye am 22.-23.7.
sein. Dort werde ich an der Seite von Jörg de Fries im Mitsubishi Evo 5 mein DRM-Debut geben!
Aber auch weitere Einsätze mit Iris sind schon im Gespräch, ich würde mich auf jeden Fall
freuen, mal wieder mit ihr zu fahren!
Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Helfenstein-Einsatz,
aufgenommen und zur Verfügung gestellt von
Wolfgang Kreder! Herzlichen Dank an dieser stelle für die tollen Aufnahmen!
Rallye Helfenstein
Erfreulicherweise endet am 9.Juli endlich die rallyelose Zeit für mich! An der Seite der
21 jährigen Iris Thurnherr werde ich im von Färber Motorsport eingesetzten Suzuki Ignis
am zweiten Lauf zur Deutschen Rallye Challenge, der Rallye Helfenstein teilnehmen. Ich bin
schon sehr gespannt auf die Zusammenarbeit mit Iris und auf meinen ersten Start in einem
der Cup-Ignis! Los gehts am Freitag, dem 8.Juli mit dem Abfahren. Abends findet dann der
Shakedown statt bevor es Samstag Morgen dann ernst wird! Iris ist eine sehr talentierte
Fahrerin, somit blicke ich zuversichtlich auf den Start mit ihr und hoffe, daß wir im
Suzuki-Ignis-Cup gut mit mischen werden!
Rallye Sulinger Land
Am 19.Mai machten sich Jörg und ich auf in den "hohen Norden" zum Saisonauftakt der Deutschen
Rallye Challenge 2005 bei der Rallye Sulinger Land. Immerhin 95 Teilnehmer standen auf der
Starterliste, darunter auch diverse internationale Teilnehmer. Mit dem etwas eigenartigen
Gefühl, ohne Papiere oder Nennbestätigung (die sind wohl in den unbekannten Wegen
der Post verschwunden), erreichten wir am frühen Abend Sulingen und nach dem Einchecken in der
Pension ging es direkt zum Essen mit Frank und Marc Färber, die Jörg's Mitsubishi
Evo 6 warten und auch bei den Rallyes einsetzen. Mit dabei war auch das Ignis-Cup-Team von
Färber-Motorsport Iris Thurnherr / Alexandra Färber und so bekamen wir auch endlich
mal eine Nennbestätigung und unsere Abnahme-Zeiten zu Gesicht. Das Abfahren der WPs am
Freitag verlief problemlos und auch durch die Unterstützung von Frank konnten wir einen
sicheren Aufschrieb erstellen, der uns Samstag morgen zuversichtlich auf die erste Etappe
gehen ließ. Auf Anhieb kamen wir beim ersten Einsatz mit dem Evo 6 gut zurecht und beendeten
die erste Etappe auf Platz 14 der Gesamtwertung. Die zweite Etappe führte uns auf das
IVG-Gelände mit seinen winkeligen engen Prüfungen - wir ließen es hier etwas
vorsichtiger angehen, bevor wir uns mit schnelleren Zeiten auf den WPs 6-9 wieder in Richtung
Top 10 im Gesamtklassement heran kämpfen konnten. Die folgenden zwei Etappen beinhalteten
je zwei Prüfungen auf dem IVG-Gelände abgeschlossen von einem schnellen Sprint, auf
welchem wir den verlorenen Boden mit einer 8ten und einer 9ten Zeit wieder gut machen konnten.
Mit geringem Rückstand auf den Klassenführenden Frank Schrader auf Subaru ging es zum
letzten Service. WP16, ein Rundkurs im Gewerbegebiet unweit des Service-Parks, sollte die
Entscheidung bringen und wir waren hoch motiviert, eine Schlußattacke zu starten. Diese
Attacke endete dann aber schon wenige Meter nach dem Start mit einem lauten Knall. Die
Hinterachse hielt dem atemberaubenden Drehmoment beim Start nicht Stand und so schleppten wir
uns mit Schrittgeschwindigkeit Richtung Ausfahrt, an welcher wir den Rundkurs verließen. Nach
einigen bangen Minuten mit vielen unschönen metallischen Geräuschen aus der Gegend
der Hinterachse erreichten wir in langsamer Fahrt das Ziel und erreichten trotz der
Max-Zeit für das Unterschreiten der Rundenzahl auf WP16 noch den 32ten Platz Gesamt
und den 2ten in der Klasse A9. Nach einem kurzen Besuch auf der Siegerehrung und einer
in Folge der Anstrengungen tief geschlafenen Nacht endete am Sonntag-Morgen dann unser
"Abenteuer Sulingen" mit dem Heimflug im Trainings-Evo8!
Fazit: Trotz des Ausfalls denke ich sehr positiv an das Wochenende zurück: Es hat sehr
viel Spaß gemacht, mit Jörg zu fahren, das Auto ist sehr beeindruckend! Ein ganz
herzlicher Dank an Frank und Marc für die tolle Unterstützung, das Auto war super
vorbereitet und der Service hat auch perfekt geklappt.
Mein nächster Einsatz steht noch in den Sternen, eventuell werde ich mit Werner die Rallye
Saar-Ost am 9.Juli bestreiten, vielleicht ergibt sich ja auch noch eine Möglichkeit zu
weiteren Einsätzen mit Jörg!
Löwenrallye Birkenfeld
Am 7.Mai machten sich Werner und ich das erste Mal 2005 auf den weiten Weg in die
Saar-Pfalz-Region. Nachdem wir die Löwenrallye im Vorjahr gewinnen konnten und es nach
vergleichbaren regnerischen Bedingungen wie 2004 aussah, waren wir auf der Hinfahrt noch recht
zuversichtlich. Schon beim Abfahren wurde die Hoffnung auf eine Wiederholung des Vorjahres-
Ergebnis etwas gedämpft - nach dem Befahren der WP 2+5 im Steinbruch Feldspatwerk waren wir
uns einig, daß die AVON-Regenreifen diese WP niemals ohne mehrere Reifenschäden überstehen
würden. Somit fiel unsere Wahl auf die Yokohama Straßenreifen, die wir eigentlich nur zum
Abfahren mit genommen hatten. Deren Grip im Regen erwies sich schon auf der 1ten WP "Fischweid"
als recht gering und vor allem schwer einzuschätzen. Somit mußten wir uns hier hinter
Marc Färber und Christian Stockmar mit der 3ten Zeit begnügen, der Rückstand hielt sich aber
in Grenzen. Nun stand die erste Befahren der Feldspatwerke-WP an. Letztes Jahr konnten wir hier
noch mit einer deutlichen Bestzeit den Grundstein für den Gesamtsieg legen - doch 2005 brachte
sie das überraschende Aus. Schon nach der Einfahrt in den Steinbruch fühlte sich das Fahrverhalten
des Mazda sehr schwammig an, wir befürchteten einen Reifenschaden. Doch schon in der ersten
engeren Kurve erwiesen sich die Probleme als deutlich größer: Vollkommen unvermittelt brach
das Heck aus und ein Dreher war unvermeidbar. Schon kurz nach dem Aussteigen (noch in der
Hoffnung, die Rallye fortsetzen zu können) stelle sich ein gebrochenes Traggelenk als Grund
des Dreher heraus. Somit war an eine Weiterfahrt nicht zu denken und wir mußten unseren ersten
Ausfall im Jahr 2005 verzeichnen.
Trotz der Enttäuschung blicke ich sehr positiv in die Zukunft und freue mich auf die Rallye
Sulinger Land am 20./21.5., die ich mit Jörg Axel de Fries im Mitsubishi Evo 6 bestreiten werde.
Ostalbrallye
Die Ostalbrallye rund um Abtsgmünd in Württemberg ist eine der größten und anspruchsvollsten
nationalen Rallyes in Süddeutschland. Schon 2004 konnten Werner Mangold und ich dort trotz
diverser technischer Probleme im Laufe der Rallye den zweiten Gesamtplatz erkämpfen, somit
war die Messlatte für 2005 entsprechend hoch angesetzt. Doch die wenigen Testkilometer, die
wir mit dem neuen Motor sowie dem X-Trac-Antriebsstrang vor der Rallye zurück legen konnten
ließen mich gegen 13 Uhr mit verhaltenen Erwartungen in den Mazda 323 GT-R einsteigen. Schon
wenige Minuten am Start der 2.WP beim Zeitvergleich mit den anderen Beifahrern wich die
Verhaltenheit der Zuversicht - denn wie sich heraus stellte, hatten wir auf WP1, dem 8km
langen und sehr selektiven Sprint "Pommertsweiler" mit 8s Vorsprung die Bestzeit gefahren.
Trotz Problemen mit der Bremstemperatur konnten wir auch auf dem 10km langen Rundkurs
"Holzleuten" die Bestzeit markieren und dieses Ergebnis auf der dritten Prüfung dem Sprint
"Iggingen" wiederholen. Somit lagen wir im Re-Grouping mit ca. 15s in Führung. Diese gaben
wir dann auch auf den letzten beiden Prüfungen nicht mehr ab, bauten viel mehr unseren
Vorsprung auf die Zweitplazierten Uli Kübler / Armin Seeger im Mitsubishi Evo VI mit zwei
weiteren Bestzeiten auf 24s aus und konnten unseren zweiten Gesamtsieg nach Birkenfeld 2004
feiern.
Abschließ nd einen ganz herzlichen Dank an Thomas Lohmann, der Werner mit viel Rat und Tat
beim Aufbau des neuen Motors und dem Einbau des X-Trac zur Seite gestanden ist.
Fazit: Die Kombination aus dem neuen Motor und dem X-Trac harmoniert hervorragend und ich
freue mich auf die nächsten Einsätze mit Werner - vielleicht schon am 7.Mai in Birkenfeld...
Rallye Kohle&Stahl
Die Rallye Kohle&Stahl war mein erster Einsatz mit Jörg Axel de Fries aus Römerberg bei Mannheim.
Wir wollten sie nutzen, um einen gemeinsamen Rythmus für den Challenge-Auftakt bei der Rallye
Sulinger Land zu finden, bei der ich wieder im Cockpit neben Jörg Platz nehmen werde. Die
Reifenwahl wurde zu einem entscheidenden Faktor: Laut Wetterbericht war Regen zu erwarten, doch
bei der Schließung des Startparks waren die WPs trocken. Wir entschlossen uns nach einem Blick
in den dunkelgrauen Himmel trotzdem für Regenreifen.
Auf WP1 schossen wir uns schnell auf einander ein und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase
klappte die Zusammenarbeit reibungslos, die achtbeste Zeit Gesamt stimmte uns zuversichtlich.
Doch schon auf WP2 erwies sich die Reifenwahl als falsch, der Himmel klarte immer weiter auf
und nach 2/3 der WP fingen die überhitzten Regenreifen an zu schmieren. Wenige Kurven später
in einer engen Bergab-Passage blieben die Räder dann statt die Geschwindigkeit wie gewohnt
brachial zu verzögern stehen und wir rutschten mit blockierten Rädern und erheblicher
Überschußgeschwindigkeit über die Kurve hinaus in einen Busch. Mit beschädigter Front und
erheblichem Zeitverlust fuhren wir die WP langsam zu Ende. Die Schadensbilanz im Ziel der WP
hielt sich in Grenzen, die Kühler hatten nichts abbekommen und somit nutzten wir die übrigen
vier WPs, um weitere gemeinsame Fahrpraxis zu sammeln.
Fazit: Die Enttäuschung hält sich in Grenzen, es hat trotz der Umstände viel
Spaßß gemacht, die "reinrassige" Gruppe A-Technik war sehr eindrucksvoll und ich freue mich
schon auf die Rallye Sulinger Land neben Jörg!
Aktuelles zum Saisonstart
Meine ersten Einsätze 2005 stehen bevor: Am 9.April geht es auf nach Wolfersweiler zur Rallye
Kohle&Stahl! Dort werde ich auf dem heißen Sitz neben Jörg Axel de Fries in dessen Ford Escort
Cosworth mit dabei sein. Eine Woche später am 16.April werde ich mit Werner Mangold im Mazda
323 GT-R bei der Ostalbrallye starten. Nach dem 2ten Gesamtrang 2004 hoffe ich, daß wir auch
2005 wieder ganz vorne mit dabei sein werden! Am 7.Mai werden Werner und ich an die Städte
unseres ersten Gesamtsieges zurückkehren und bei der Löwenrallye in Birkenfeld teilnehmen. Ziel
wird hier die Wiederholung des Vorjahreserfolges sein - es ist aber erneut mit starker Konkurrenz
zu rechnen. Mit Jörg Axel werde ich zwei Wochen später am 21.Mai beim Auftakt der Deutschen
Rallye-Challenge bei der Rallye Sulinger Land starten - dort allerdings im Mitsubishi Evo 6 Gruppe A.
Willkommen
Willkommen auf meiner Homepage! Ich hoff, Sie gefällt Euch sowohl inhaltlich wie grafisch - ich bin in beiden Richtungen für Feedback
dankbar! Und schaut mal wieder rein - ich werd mich bemühen, sie regelmäig zu ergänzen und aktuell zu halten